Wenn heute von Altersarmut die Rede ist, sind insbesondere Frauen davon betroffen. Ihre Karriere, sofern es eine gibt, ist häufig gekennzeichnet durch Auszeiten für die Kindererziehung. Außerdem verdienen die Frauen in Deutschland etwa 25 % weniger als ihre männlichen Kollegen und arbeiten viel häufiger in schlechter bezahlten Berufen. Bei der zu erwartenden Altersrente rächt sich das.
Eine eigene Altersvorsorge aufbauen
Die kluge Frau sorgt selbst vor. Am einfachsten ist das über die staatlich geförderte Riester Rente möglich. Hier gibt es Steuervorteile und Kinderzuschläge, von denen Frauen profitieren können. Aber das allein wird nicht ausreichen, deshalb sollten Frauen die Altersvorsorge ganz gezielt angehen, sich mit den Produkten beschäftigen und so vorsorgen, dass sie auch im Rentenalter ein Auskommen haben, auch dann, wenn der Partner sie verlässt. Statistiker sagen, dass drei von vier Frauen heute die Altersarmut droht. Diese Signale müssen ernst genommen werden.
Neben der Riester Rente gibt es auch die Rürup-Rente, bei der in der Ansparphase von Steuervorteilen profitiert werden kann. Eine weitere wichtige Rolle spielt die betriebliche Altersvorsorge und das Besparen von Investmentfonds. Eigentlich sind für Frauen dieselben Produkte wie für ihre Männer attraktiv. Wichtig ist, sich der Thematik zu widmen und nicht einfach davon auszugehen, dass der Partner sich kümmern wird. Zwar gibt es im Zusammenhang mit der Ehescheidung den Versorgungsausgleich, aber dennoch sind Frauen schlechtergestellt, weil ihre eigenen Einkünfte oft zu gering sind. Noch gibt es die Witwen- und Witwer-Rente. Aber geschiedene Frauen haben darauf keinen Anspruch und müssen bis ins hohe Alter von ihrer eigenen Rente leben.
Frauen müssen umdenken
Das Thema Altersvorsorge ist viel zu wichtig, als das die Frauen es nur ihren Männern überlassen sollten. Dass Frauen gut in der Lage sind, mit Finanzen umzugehen, zeigt sich allein dadurch, dass sie in vielen Familien die Finanzmanager sind. Aber leider denken sie bisher an alles. Daran, das Geld für den Urlaub gespart wird, daran, dass Rücklagen für Anschaffungen gebildet werden müssen und Ähnliches, nur daran, wovon sie im Alter leben wollen, wird häufig nicht gedacht. Dabei sind es die Frauen, die eine höhere Lebenserwartung haben und selbst wenn bis 67 Jahre gearbeitet werden muss, sind es dann immer noch durchschnittlich 20 Jahre, für die entsprechend Vorsorge getroffen werden muss.
Weitere Informationen zum Thema Altersvorsorge für Frauen finden Sie hier:
http://www.zeit.de/online/2008/43/altersvorsorge-frauen
http://www.vorsorge-und-finanzen.de/Ratgeber-Altersvorsorge/091012-Alter...