Probleme für Geringverdiener
Entgegen dem, was viele Anbieter von Riester Renten Verträgen und der Staat den Menschen glauben machen, ist das Riestersparen für Geringverdiener ein eher aussichtsloses Unterfangen. Nicht nur, dass sie sich jetzt die Beiträge wahrhaftig vom Munde absparen müssen, auch später werden sie von ihrer Sparsamkeit nicht viel haben.
Wer im Alter aufgrund einer sehr niedrigen Rente auf die staatliche Grundsicherung angewiesen ist, dem werden die Einkünfte aus einer Riester Rente auf die Grundsicherung angerechnet. Das heißt im Klartext, wer eigentlich Anspruch auf 200 Euro Grundsicherung hat, aber eine Rente von 100 Euro aus einem Riestervertrag bezieht, der bekommt dann eben nur 100 Euro Grundsicherung. Die Riester Rente gibt es nicht oben drauf. Ganz anders, als das vielen Riestersparern heute weisgemacht wird.
Produktanbieter weisen auf diesen Sachverhalt nicht hin
Weder der Staat noch die Anbieter der Riester Verträge haben ein Interesse daran, die Menschen wirklich aufzuklären. Die Anbieter verdienen mit den Produkten und der Staat glaubt, weniger Steuermittel aufbringen zu müssen, wenn mehr Menschen im Alter eine kleine Rente aus den Riester-Rentenverträgen beziehen. Ist doch eigentlich auch völlig logisch. Brenzlig ist es für eine Vielzahl von Menschen, die sich heute die monatlichen Beiträge für die Riester-Rente wirklich vom Munde absparen, weil sie im Alter zusätzlich zu ihrer Minirente ein Zubrot haben möchten.
So muss sich jeder Geringverdiener selbst überlegen, ob das Sparen in einem Riestervertrag wirklich sinnvoll ist, oder ob es nicht besser ist, in jungen Jahren einigermaßen zu leben, ohne auf alles verzichten zu müssen. Alle Sparvorschläge richten sich eigentlich an Menschen, die genügend Geld übrig haben. Wer wenig hat, sollte lieber darauf achten, sich nicht zu verschulden.
Fazit
Bevor Sie beginnen Geld zu sparen, dass Sie eigentlich gar nicht übrig haben, sollten Sie sich genau informieren und entsprechend handeln. Die beste Zulage vom Staat bringt heute wenig, wenn sie später auf Teile der Grundsicherung verzichten müssen.