Die Postbank hat eine aktuelle Studie zur Altersvorsorge in Deutschland 2009/2010 veröffentlicht. Das Ergebnis ist zwar erschreckend aber nicht verwunderlich. Im Zuge der Finanzkrise hat fast jeder Fünfte sein Sparvorhaben entweder reduziert oder ganz aufgelöst.
Doch wie wurde eigentlich vorgesorgt
24,4 % investieren ihr Geld in selbst genutztes Wohnen (Eigentumswohnung, Haus)
19,6 % haben Sparpläne eingerichtet
19,3 % sind im Besitz einer Kapitallebensversicherung
6,0 % investieren in Aktien und Aktienfonds
24,1 % bevorzugen andere Formen der Vorsorge
Die Studie der Postbank bringt es an den Tag. 31 Prozent haben das Vertrauen in die private Altersvorsorge und den dazu zur Verfügung stehenden Informationen verloren. Dabei will mehr als die Hälfte privat nicht mehr vorsorgen, als sie es bisher getan haben.
Mehr als 30 %, genau 32 % gaben jetzt an, keine private Vorsorge zu treffen. Im Jahr 2005 waren es hingegen nur 26 %. Daraus wird die Gefahr ersichtlich, dass aus der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 eine langfristige Krise der Altersvorsorge werden könnte.
Gewonnen hat die Rente aus Stein
Die einzigen Gewinner in der jetzigen Situation sind die eigenen vier Wände. So viele Berufstätige wie nie vorher, haben das Ziel ein Eigenheim zu erwerben. Immerhin sind 63 % der Deutschen der Meinung, dass ein Eigenheim oder die eigene Wohnung die sicherste aller Vorsorgeformen ist. Die günstigen Zinsen am Hypothekenmarkt beeinflussen die Entscheidung der Verbraucher, sich jetzt für den Bau oder den Kauf eines Hauses bzw. einer Eigentumswohnung zu entscheiden. Wer im Alter mietfrei wohnen kann, spart richtig Geld.
Allerdings reicht das Häuschen allein für ein sorgenfreies Leben im Alter nicht aus, wenn die Rente so gering ist, dass der Lebensunterhalt nicht bestritten werden kann. Nicht ohne Grund gewinnt deswegen die Rückwärtshypothek zunehmend an Bedeutung.
Verloren hat die Vorsorge über Riester
Das ist eigentlich ein erschreckendes Ergebnis. 17,4 % aller Arbeitnehmer, die einen Riestervertrag haben, haben die Vorsorge gekappt oder zumindest reduziert. Viele haben das Vertrauen in die Vorsorge verloren, weil viele auch die Erträge schwinden sahen. Und obwohl über das sogenannte Wohn-Riester jetzt auch die Altersvorsorge mit einem Eigenheim staatlich gefördert wird, wurde diese Möglichkeit nicht häufig genutzt. Fast 50 % der für die Studie Befragten gaben sogar an, dass sie von Wohn-Riester noch nichts gehört hätten.
Weitere Informationen zum Thema Altersvorsorge finden Sie hier:
https://www.postbank.de/privatkunden/pk_aw_0912_versichern_vorsorgen_all...
http://www.privatealtersvorsorge.net/studien-und-trends/fonds-vorsorge.html