Jahrestief bei Tagesgeldzinsen
Die Zinsentwicklung im Jahr 2009 war für zinsorientierte, sicherheitsbewusste Sparer eine kleine Katastrophe. Vor einem Jahr zahlten die Banken auf das Tagesgeld im Schnitt noch 3,5 Prozent, manche Anbieter mehr als 5 Prozent. Die Tagesgeldsparer mussten im Laufe des Jahres herbe Einbußen bei der Verzinsung ihrer Konten hinnehmen.
Wer sich nicht ständig nach neuen Angeboten umgesehen hat, um wenigstens für gewisse Zeit eine bessere Verzinsung als der Durchschnitt zu erzielen, der konnte 2009 mit seinen Ersparnissen keine hohe Rendite erzielen. Der Tagesgeldkunde ist für die Banken nicht mehr so wichtig. Die Europäische Zentralbank betreibt eine Zinspolitik, die es den Banken leicht macht, sich mit Bargeld zu versorgen, sodass die Banken nicht auf das Geld der Sparer angewiesen sind.
Erwartungen und Aussichten für 2010
Eine Änderung der Geldpolitik ist vorerst nicht in Sicht. Wer aus seinem Ersparten etwas mehr machen möchte, muss auf die tägliche Verfügbarkeit des Geldes verzichten und sein Geld auf einem Festgeldkonto anlegen, da ist die Rendite geringfügig besser. Wer auf den Vorteil des Tagesgeldes nicht verzichten möchte, muss nach Anbietern suchen, die überdurchschnittliche Zinsen zahlen. In der jetzigen Situation sind die neu am Markt agierende Noa-Bank in Frankfurt , die aktuell 2,2 Prozent zahlt und die 1822direkt zu empfehlen. Die 1822direkt zahlt für Neukunden für einen Betrag bis zu 20.000 Euro immerhin 2,75 Prozent. Hier werden die Zinsen bis März 2010 garantiert.
Das Tal der tiefen Zinsen durchschreiten
Sparern, die von Festgeldanlagen nichts halten, bleibt nichts weiter übrig, als die Augen offen zu halten, das Tal der tiefen Zinsen zu durchschreiten und auf bessere Zeiten zu hoffen. Die Auswirkungen der Finanzkrise spürt der kleine Sparer ganz deutlich, wenn er die Rendite seines Tagesgeldes in 2008 mit 2009 vergleicht, vorausgesetzt, der Anlagebetrag hat sich nicht verändert. So wird das Geld ohne eigenes zutun immer weniger. Das hat natürlich auch langfristig Konsequenzen. Ein Trost für alle Betroffenen – auch der Staat macht Verluste, denn deutlich weniger Sparer werden die Abgeltungssteuer bezahlen, wenn sie nicht über die Freibeträge hinauskommen.