Die Finanzkrise hat die Sparer verunsichert 


Auswirkungen der Finanzkrise

Viele deutsche Anleger haben in der Finanzkrise Ersparnisse verloren. Die Krise führt weiter zu einer starken Verunsicherung, sodass selbst bei Investmentfonds, die früher als besonders geeignet für die Altersvorsorge galten, mittlerweile Zweifel bestehen. Während 2008 noch mehr als 60 Prozent der Anleger davon überzeugt waren, dass Fonds sich für die Altersvorsorge gut eignen, ist das einer Studie im Auftrag der Fondsgesellschaft Axa IM zufolge heute nur eine Minderheit, die davon überzeugt ist, dass Fonds die richtige Anlage für die Altersvorsorge sind.

Viele deutsche Sparer haben sich zurückgezogen. Wer sich aber nicht mit dem Thema Geldanlage beschäftigt, kann seinen Horizont nicht erweitern und die Wissenslücken werden größer. Beispielsweise wissen fast 60 Prozent der Deutschen nicht, dass Rentenfonds nicht der Absicherung der gesetzlichen Rente dienen und weit über zwei Drittel der Befragten hatte keine Ahnung, dass das Kapital in einem Fonds bei Konkurs des Anbieters gesetzlich geschützt ist.

 

Was muss getan werden

Hier ist die Fondsbranche gefordert. Sie muss klare und überschaubare Produkte anbieten und über den Vertrieb der Fonds das Wissen bei den Anlegern und solchen, die es werden können, vertiefen. Leider ist es so, dass zu den Auswirkungen der Finanzkrise auch gehört, dass die Anleger den Beratern bei den Banken nicht mehr vertrauen. Zu viel Negatives ist passiert und das hat sich in den Köpfen der Anleger einzementiert.

Selbst Anleger, die in Fonds investiert sind, halten der Studie zufolge die Beratung für nicht so wichtig. Bei den Nichtanlegern sind es 80 Prozent, die Beratung für unwichtig halten. Viele Fondsinhaber, die einen Großteil ihrer Ersparnisse eingebüßt haben, sind enttäuscht, besonders die, bei denen die Altersvorsorge in absehbarer Zeit benötigt wird. Allerdings ist sich verweigern auch keine alternative Lösung. Jeder sollte sein Wissen vertiefen und seine Anlagestrategien, den gegebenen Umständen anpassen. Was heute nicht gut ist, kann morgen wieder richtig und wichtig sein.

 

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