Falsche Beratung bei Geldanlagen 


Das Münchner Institut für Vermögensaufbau erforscht Fälle, in denen die Anleger eigentlich nur verloren haben. Jedes Jahr entstehen den Verbrauchern in Deutschland durch falsche Beratung und falsche Geldanlagen fast 30 Milliarden Euro Verluste.

 

Finanzberater nutzen ahnungslose Anleger aus

Finanzdienstleister bieten ihre Leistungen in der Regel Menschen aus der mittleren Einkommensschicht an, die wenig Kenntnisse über Geldanlagen haben und auch nicht preissensibel sind. Das eröffnet den Beratern Tür und Tor, um mehrfach Provisionen abzukassieren. Falsche Beratung bei GeldanlagenDas Interesse des Anlegers steht nicht im Vordergrund. Finanzberater müssten eigentlich Verkäufer heißen, dass würde auch den Anleger sensibilisieren.

 

Bei einem Verkäufer weiß man wohl aus Erfahrung, dass man über den Tisch gezogen werden kann. In einem Berater sieht der Anleger aber eher eine kompetente Person, die seine Interessen vertritt und entsprechend berät. Solange diese Beratung kostenlos ist, sollte sich jeder Anleger im Vorfeld die Frage stellen, wovon der Berater eigentlich lebt, wenn er seine Dienste kostenlos anbieten kann. Die Antwort ist einfach – von Provisionen natürlich. Nun erklärt sich auch, warum ein Berater bei einem Beratungsgespräch eher seine Interessen als die des Anlegers in den Vordergrund rückt.

Er muss Produkte verkaufen, die ihm Provisionen bringen. Hohe Provisionen sind aber in der Regel mit risikoreichen Produkten verbunden, sodass der Anleger, selbst wenn er sicherheitsorientiert ist, unter Umständen Produkte kauft, die nicht seinem eigentlichen Wunsch entsprechen, wie sich auch bei den Opfern der Lehmann Pleite herausgestellt hat.

 

Anleger sollten für Beratung bezahlen

Der clevere Anleger wendet sich mit seinen Anlagewünschen an einen Honorarberater. Hier muss er zwar ein Beratungshonorar bezahlen, aber er kann sich sicher sein, dass er in seinem Interesse beraten wird, weil der Berater allein durch die Beratung gut verdient und nicht ausschließlich auf die Provisionen angewiesen ist. Auch die Verbraucherzentralen in Deutschland wollen solche Art Beratung in Zukunft anbieten.

Eine Chance für alle Anleger, die bisher von den Finanzberatern nur enttäuscht wurden. Außerdem ist es niemals verkehrt sich selbst zu informieren, dafür bietet das Internet besten Raum.

 

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