Bundesgerichtshof stärkt Rechte der Anleger 


In einem am Dienstag verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) wurden die Rechte der Anleger gestärkt. Wenn ein Kunde explizit eine sichere Geldanlage tätigen möchte, dann muss der Bankberater ihn auch vor einem Vermögensverlust bei einer eventuellen Insolvenz der Bank warnen, insbesondere dann, wenn die Bank nur den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag der Einlagensicherung hat. Wenn Kunden eine sichere Geldanlage wünschen, muss dieser Wunsch respektiert werden und die Bank muss gegebenenfalls auf die Empfehlung eigener Produkte verzichten.

 

Erste Kaupthing Opfer bekamen im Juni 2009 ihr Geld zurück

Lange hat es gedauert, das Bangen, Warten und Hoffen der ehemaligen Kaupthing-Kunden. Aber jetzt haben die ersten Kunden in entsprechenden Foren vermeldet, das sie im Juni ihr bei der pleite gegangenen isländischen Kaupthing Bank zurückbekommen hätten. Da sind die 30.000 Anleger ja noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, es hätte auch anders sein können. Zumindest diese Anleger werden in Zukunft gesteigerten Wert darauf legen, sich genau anzusehen, bei welchem Unternehmen sie ihr Geld anlegen und wie es um die Einlagensicherung bestellt ist.

 

Einlagensicherung EU-weit auf 50.000 Euro erhöht

Seit dem 01.07.2009 gibt es eine Veränderung bei der gesetzlichen Einlagensicherung zu Gunsten der Sparer und Anleger. Bisher lag die Grenze des gesetzlichen Schutzes nur bei 20.000 Euro mit einem zehnprozentigen Selbstbehalt. Nun sind Kundeneinlagen bis 50.000 Euro gesetzlich geschützt und der bisherige Selbstbehalt wurde ganz abgeschafft. Die meisten Banken in Deutschland sind außerdem in freiwilligen Einlagensicherungsfonds Mitglied, sodass auch viel höhere Guthaben abgesichert sind. Mit dieser neuen Gesetzgebung wird dennoch das Vertrauen der Sparer in die Banken wieder etwas gestärkt, denn das Geld unter dem Kopfkissen aufzubewahren ist keine Alternative

 

Erneute Zinssenkungen bei Tagesgeld

Zum 01.07.2009 haben einige Banken die Zinsen für Tagesgeld erneut angepasst und nach unten abgesenkt. Dazu gehören unter anderem die Mercedes-Benz Bank und die Bank of Scotland, die aber mit 3,00 Prozent immer noch Spitzenreiter bei den Tagesgeldangeboten ist.

 

Weitere Informationen zum Thema News finden Sie hier:

faz.net
anbieter-vergleichen.de
wallstreet-online.de