Beipackzettel für Finanzprodukte 


Der Bankenverband hat einen „Beipackzettel“ für Finanzprodukte entwickelt und vorgelegt, der das Verbraucherschutzministerium vorerst zufriedenstellt. Damit geben die Banken ihren Kunden etwas in die Hand, mit dem diese sofort erkennen können, welche Chancen und Risiken in den verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage stecken.

Der Beipackzettel hat nur einen Unterschied zu den bisher von den Medikamenten bekannten. Der Kunde kann nicht den Arzt oder Apotheker fragen. Das sind Personen, die bei den Verbrauchern ein sehr hohes Vertrauen genießen. Er muss sich bei Fragen an den Bankberater wenden und dann hat er wieder das Problem, das der Bankberater ein Verkäufer ist und provisionsorientiert arbeitet.

 

Der Beipackzettel

Alle großen Banken in Deutschland sind mittlerweile bereit, die Forderungen der Verbraucherschützer umzusetzen, allerdings auf ihre Art und Weise. Die bisher vorgelegten Beipackzettel werden von der Verbraucherzentrale ausgewertet und interessierte Verbraucher finden eine entsprechende Übersicht unter verbraucherfinanzwissen.de im Internet. Dort finden Interessierte dann auch eine Liste, welche Bank solche Informationsblätter hat und wie diese bewertet wurden.

Der Beipackzettel für Finanzprodukte soll es dem Kunden leichter machen, die Chancen und Risiken verschiedener Anlageformen zu erkennen, sich einen Überblick über die damit verbundenen Kosten zu verschaffen und eine fundierte Anlageentscheidung selbstständig zu treffen.

Beipackzettel und Beratungsprotokoll

Kritiker befürchten, dass das was da jetzt kommt, nicht wirklich sinnvoll ist, wenn die Inhalte der Beipackzettel nicht auf gesetzlich geregelten Standards beruhen. Auch in die Beratungsprotokolle wird nicht all viel Vertrauen gesetzt. Nach wie vor wird es einem Laien nicht möglich sein, komplizierte Finanzprodukte zu verstehen, wenn er den Beipackzettel liest. Da muss man als Verbraucher über ein fundiertes Grundlagenwissen verfügen, was aber von „Otto Normalverbraucher“ nicht zu erwarten ist.

Fazit

Wer selbst nicht über ausreichend Finanzwissen verfügt, sollte versuchen, sich welches anzueignen. Wem das zu schwer oder zu kompliziert ist und wer sein Geld trotzdem gut anlegen möchte, sollte sich an unabhängige Berater wenden. Hier ist die Wahrscheinlichkeit am Größten, dass objektive Beratung erfolgt. Die damit verbundenen Kosten hat ein Anleger durch gute Geldanlagen schnell wettgemacht.

Weitere Informationen zum Thema Beipackzettel finden Sie hier:

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/834/500105/text/
http://www.mdr.de/hier-ab-vier/rat_und_tat/7152770.html