Bei Daimler sind viele Jobs in Gefahr 


Im badenwürttembergischen Sindelfingen sind bei Daimler mehr als 4.500 Menschen mit der Produktion der C-Klasse beschäftigt. Wird die Produktion der C-Klasse in die USA ausgelagert, stehen mindestens 3.000 Arbeitsplätze zur Disposition.

Hintergründe für die mögliche Entscheidung

Zurzeit wird die C-Klasse in Sindelfingen, in Bremen, Südafrika und China produziert. Die C-Klasse ist das meistverkaufte Fahrzeug. Allein im letzten Jahr setzte Daimler bei einem Gesamtabsatz von 1,27 Millionen PKW gut 440.000 Fahrzeuge der C-Klasse ab. 30 Prozent davon werden in den USA verkauft. Der Hauptgrund für eine Auslagerung der Produktion in die USA sei aber der niedrige Dollarkurs und die allgemein schwache Konjunktur in den USA. Das Risiko, das der Dollarkurs noch weiter sinkt, ist groß, was für den Autobauer allerdings von Vorteil wäre. Die Produktionskosten sind ein entscheidender Faktor. In den USA könnten diese allein durch den niedrigen Dollarkurs deutlich gesenkt werden. Eine Arbeitsstunde im Inland kostet Daimler zwischen 45 und 50 Euro. Eine Arbeitsstunde in den USA wird derzeit mit 45 US-Dollar gerechnet, was gerade einmal 30 Euro entspricht. Allein durch die Produktionsverlagerung in die USA könnte Daimler die Kosten um mehr als 400 Millionen Euro im Jahr senken. Kostensenkung ist ein großes Thema, wenn es darum geht, auf dem Markt bestehen zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben und warum, um Gottes Willen, sollen die das nicht tun.

Was das für Folgen haben könnte

Neben den verloren gehenden Arbeitsplätzen, die ein größeres Ausmaß hätten, könnte Daimler langfristig auch einen Imageschaden erleiden. Mercedes ist die Autofabrik mit der weltweit besten Qualität. Das Qualitätssiegel „Made in Germany“ genießt weltweit hohe Anerkennung. Das Image von Mercedes ist mit dem Image von Deutschland in der Welt vergleichbar. Das für Mercedes könnte in Gefahr geraten, wenn die C-Klasse in den USA produziert wird. Demgegenüber stehen die günstigeren Produktionskosten von geschätzt 1.500 Euro pro Fahrzeug. Wird die Produktionsverlagerung beschlossen, könnte das für die Zukunft weitreichende Folgen haben, denn dann ließen sich weitere Verlagerungen ins Ausland viel leichter erklären.

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