Konjunktureinbruch in 2009 als Folge der Wirtschaftskrise 


Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat laut Meldung des Statistischen Bundesamtes zu einem schweren Konjunktureinbruch geführt. Die Folgen sind der stärkste Einbruch in der Nachkriegsgeschichte. Damit haben sich die Befürchtungen der Experten bestätigt. Im exportierenden Gewebe ist die Wirtschaftsleistung um 17 Prozent zurückgegangen. Das hatte zur Folge, dass die Wirtschaftsleistung der Außenwirtschaft die Konjunkturbremse Nummer eins war und das gesamte Wirtschaftswachstum nach unten zog.

Analyse des Konjunktureinbruchs

Den stärksten Einbruch gab es zu Beginn des Jahres 2009. In der zweiten Hälfte des Jahres hat sich die Lage etwas entspannt. Die von der Bundesregierung verabschiedeten Konjunkturpakete taten ihr Übriges. Das derzeitige Wachstum ist messbar und stabil, findet aber auf einem sehr niedrigen Niveau statt. Die Konsequenzen für den Arbeitsmarkt sind noch nicht vorhersehbar, da die Kurzarbeiterregelung viel aufgefangen hat.

Was 2010 am Arbeitsmarkt passiert ist abzuwarten, aber die Wirtschaftsexperten sind sich einig darüber, dass der Arbeitsmarkt 2010 von deutlich mehr Arbeitslosigkeit geprägt sein wird, als das 2009 der Fall war. Dadurch, dass die Krise nicht auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen ist, konnte die Nachfrage im Inland gestärkt werden. Dennoch fürchten viele Arbeitnehmer um ihren Job, sodass sich das Konsumklima abschwächen wird.

Was erwartet und in 2010

Die Krise ist noch lange nicht vorüber, auch wenn sich die Konjunktur etwas erholt und die Exportaufträge wieder zunehmen. Wenn die Kurzarbeiterregelung ausläuft und die Unternehmen nicht mehr von den Kosten entlastet werden, stehen in den großen Unternehmen massive Entlassungen an.

Steigen die Arbeitslosenzahlen sinkt automatisch die Binnennachfrage. Die ohnehin leeren Sozialkassen werden zusätzlich belastet. Wie die Kosten der Wirtschafts- und Finanzkrise, die eine exorbitante Staatsverschuldung mit sich brachten, überhaupt wieder ausgeglichen werden sollen, ist allen ein Rätsel. Es ist zu bezweifeln, dass alleine ein ordentliches Wirtschaftswachstum dazu beitragen kann, den Schuldenberg abzubauen. Arbeitslose zahlen keine Steuern. Die Kassen in den Kommunen sind leer.

Wer jetzt genaue Prognosen abgeben will, rechnet mit unbekannten Größen. Was den Steuerzahler erwartet, der letztlich den Schlamassel ausbaden muss, ist ungewiss.

Weitere Informationen zum Thema Konjunktur finden Sie hier:

http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/tid-14164/konjunktur-magere...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,671637,00.html