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Auswirkungen der Inflation auf den Vermögensaufbau


By Geld Magazin - Posted on 20 March 2008

Die Inflation muss gerade bei langfristigen Planungen zum Vermögensaufbau unbedingt berücksichtigt werden, denn die allmähliche Einbuße an Kaufkraft macht sich gerade bei langfristigen Geldanlagen, die dem Aufbau des Vermögens für die private Altersvorsorge dienen sollen extrem bemerkbar.

 

An einem simplen Beispiel anhand eines Sparbuches lässt sich dieses Thema abstrakt verdeutlichen. Die Spareinlagen auf Sparbüchern werden heute höchstens mit 2 Prozent verzinst, das bedeutet für den Sparer, dass er spart und spart und sein Geld auch rein optisch betrachtet mehr wird, doch mit den Zinsen, die dem Sparer gezahlt werden, lässt sich nicht einmal mehr die Inflation ausgleichen.

Das traditionelle Sparbuch ist also demzufolge eher eine Geldvernichtungs- als eine Kapitalanlage. Das heißt, 100.000 Euro heute werden durch die Kaufkrafteinbuße immer weniger Wert, dieser Verlust lässt sich mit den Zinsen nicht mehr ausgleichen.

 

Noch heute gehen viele junge Leute davon aus, dass das mit der Rente nicht so schlimm sein wird, wie es Experten prognostizieren, doch die Zahlen sprechen eindeutig eine andere Sprache und die sollte sich jeder der sich mit sinnvollen Produkten und Anlagestrategien zum Vermögensaufbau beschäftigt verinnerlichen. Zu viel Vermögen hat noch niemandem geschadet, zu wenig Vermögen hingegen kann hohe Einbußen an Lebensqualität bis hin zur Altersarmut bedeuten.

 

Demzufolge muss der Vermögensaufbau für das Alter insgesamt muss ganz anders geplant werden. Soll doch mit der privaten Altersvorsorge in erster Linie die Lücke von Einkommen und Rente geschlossen werden. Wenn ein junger Mann von 30 Jahren heute 2.500 Euro im Monat verdient und er möchte, wenn er 65 Jahre alt ist, dieselbe Kaufkraft haben, dann braucht er 35 Jahre später bei einer angenommenen Inflation von zwei Prozent schon fast 5.000 Euro. Das heißt, die Versorgungslücke wird immer größer, will man diese in etwa ausgleichen benötigt man mit 65 ein Kapital von fast einer Million Euro, um die Lücke auch nur annähernd schließen zu können.

 

Sparer, die sich nur für festverzinsliche Formen des Sparens entscheiden, also zum Beispiel Festgelder oder Bundesschatzbriefe werden den „Wettlauf“ gegen die Inflation damit nicht gewinnen können. Die Zeit reicht einfach nicht aus, wenn nicht der Zinseszinseffekt genutzt wird.

Deshalb muss bei allen Fragen des Vermögensaufbaus immer die gesamte Rendite abzüglich der zu zahlenden Steuern und abzüglich der zu erwartenden Inflation zugrunde gelegt werden. Wer trotz Inflation ein Vermögen aufbauen möchte, dass auch im Alter ein sorgenfreies Leben garantiert, der kommt heute nicht umhin, in erster Linie in hervorragend positionierte internationale Aktienfonds zu investieren.

 

Nur mit solchen Finanzprodukten hat der Sparer eine wirklich echte Ertragschance von bis zu fünf Prozent im Jahr. Als Beimischung im Wertpapierdepot eignen sich dann noch zur Abfederung des Risikos Immobilienfonds. Auch die Anschaffung von Wohneigentum, in das über viele Jahre ein großer Teil des Vermögens fließt, ist für den Vermögensaufbau nicht attraktiv. Denn gerade durch die Schaffung von Eigentum zum Wohnen wird man schon in Jungen Jahren immobil und kann dadurch nicht entsprechend auf Chancen reagieren, die der Arbeitsmarkt bietet. Dadurch kann mögliches Mehreinkommen, das wiederum zum Vermögensaufbau genutzt werden könnte, nicht erzielt werden.