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Geldanlagen und Inflation
Inflation bedeutet nichts anderes als den Wertverlust des Geldes. Das bedeutet für den Verbraucher, dass er für sein Geld weniger kaufen kann, doch nicht nur das, auch seine Geldanlage wird unter Umständen weniger statt mehr. Die Verteuerung der Preise für Waren, die zum täglichen Bedarf gehören, für Strom oder Benzin haben nicht nur Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Verbraucher, auch Anleger müssen sich mit der Inflation beschäftigen, sonst verlieren sich unter Umständen zwei Mal.
Die Inflationsrate liegt jetzt schon bei über 3 Prozent, das bedeutet, dass letztlich auch jeder Sparer seine Geldanlage überprüfen muss, denn auch dieses Geld verliert im Zuge der Inflation an Wert.
Ein Beispiel:
Um 100 Liter Super zu tanken, benötigte ein Verbraucher 2005 110 Euro, heute muss er für 100 Liter Super bereits 150 Euro aufwenden. Oder er fährt entsprechend weniger, damit 110 Euro ausreichen. Der Kaufkraftverlust wird hier besonders deutlich, keine Sparanlage ist in der Lage, diesen auszugleichen.
Die Inflation vernichtet demzufolge auch Spareinlagen. Das muss jeder Anleger bei der Entscheidung, zu welchem Zinssatz er das Geld anlegt, berücksichtigen. Bei der derzeitigen Situation, dass die Inflation 3,1 Prozent beträgt, vermehrt sich das Geld nur dann, wenn die Zinsen für die Geldanlage deutlich über drei Prozent liegen. Der Inflation kann kein Sparer entgehen, er muss aber gerade bei langfristigen Geldanlagen berücksichtigen, dass die Zinsen also der Kapitalertrag aus der Geldanlage höher sein muss, als die Inflation, damit sein Geld auch später einen tatsächlichen Mehrwert hat.
Dieser Aspekt gewinnt besondere Bedeutung für Sparer, die mit einer Kapitalanlage für das Alter vorsorgen wollen und die entstehende Versorgungslücke schließen möchten, die mit Eintritt in das Rentenalter entsteht. Beträgt diese Lücke heute laut Rentenauskunft 700 Euro, dann reicht es demzufolge nicht, eine Anlageform zu wählen, bei der in 20 oder 30 Jahren eine zusätzliche Rente von 700 Euro garantiert wird. Die 700 Euro von heute werden dann letztlich nur noch 300 Wert sein.
Für die Geldanlage gibt es mehrere Möglichkeiten, wobei nur die Letztere tatsächlich auch einen echten Gewinn bringt. Ist der Zinsgewinn geringer als die Inflation, spart der Anleger sich arm, ist der Ertrag aus der Geldanlage gleich hoch, wurde das Geld nicht wirklich vermehrt, und nur wenn der Ertrag höher ist, als die Inflation, hat der Anleger auch wirklich mehr Geld zur Verfügung.
Fazit:
Bei der Wahl der richtigen Geldanlage dürfen die Folgen der Inflation nicht vernachlässigt werden, sonst tritt der ursprünglich gewünschte Effekt nicht ein.
