Cost-Average Effekt beim regelmäßigen Sparen in Fonds
Wer sich im Rahmen der privaten Altersvorsorge nach interessanten und renditeträchtigen Möglichkeiten umschaut, der sollte sich mit dem Aufbau von Vermögen über einen sogenannten Fondssparplan interessieren. Selbst Anleger, die das Risiko von sinkenden Kursen bei Aktienfonds sehen, brauchen sich davor nicht zu fürchten. Mit der richtigen Anlagestrategie bietet ein Fondssparplan dem Cost Average Effekt sein dank, ungeahnte Möglichkeiten. Anleger, die in Form von Sparplänen den Vermögensaufbau betreiben, können aus den befürchteten Kursschwankungen profitieren.
Die Investition in Aktien verspricht immer bessere Chancen, einen höheren Gewinn zu erzielen als mit den festverzinslichen Wertpapieren und das ist besonders bei einer Geldanlage in Aktienfonds möglich. Der Anleger kauft nicht nur eine Aktie von einem Unternehmen, sondern er erwirbt Anteile aus einem Aktienfonds in dem verschiedene Aktien einer Branche oder eines Landes oder auch einer Region enthalten sind. Statistiken beweisen, dass sich dadurch langfristig betrachtet Renditen von 10 Prozent oder mehr erzielen lassen.
Dabei kann der Sparer über einen Fondssparplan monatlich einen bestimmten Betrag sparen. Dabei ist es dann unwesentlich ob, dieser spezielle Fonds gerade sinkende Kurse verzeichnet, denn der Fondssparer kann vom Cost-Average-Effekt profitieren. Bei niedrigen Kursen kann der Sparer mit seiner festgelegten Sparrate mehr Anteile kaufen, als bei höheren Kursen, während hingegen umgekehrt bei höheren Kursen für diesen Betrag wieder weniger Anteile bezogen werden. So werden dann eben teure Anteile mit den billigeren Anteilen gemischt und habe einen positiven Einfluss auf die Kaufkosten im Durchschnitt.

Beispiel für die Auswirkungen des Cost Average Effekts
Ein ganz simples Beispiel erläutert das – ein Anleger investiert monatlich 100 Euro in einen Aktienfonds und kauft damit im ersten Monat zwei Anteile. Im Folgemonat ist der Kurs der Fondsanteile gesunken und der Anleger bekommt jetzt für seinen Sparbetrag sogar 2,5 Anteile. Einen weiteren Monat später ist der Kurs wieder gestiegen und der Anleger bekommt wieder zwei Anteile. So hat er innerhalb von drei Monaten insgesamt 6,5 Anteile erwerben können. Verkauft er diese jetzt, würde er 350 Euro bei 300 Euro Sparbetrag bekommen. Der Anleger hingegen, der im ersten Monat für 300 Euro Anteile gekauft hat und diese eben zu diesem Zeitpunkt verkauft, hat noch keinen Gewinn, weil er den Cost Average Effekt nicht mitnehmen konnte.
Dieses Beispiel sollte den Effekt nur bildlich darstellen, natürlich ist der Anlagehorizont bei einem Fondssparplan bedeutend höher. Sinnvoll werden diese Sparpläne erst bei zehn Jahren und länger. Dennoch zeigt dieses Beispiel doch, dass Anleger, mit gewisser Regelmäßigkeit einen Aktienfonds besparen im Durchschnitt die Anteile günstiger einkaufen. Deshalb spielt der richtige Zeitpunkt für die Anlage bei einem Fondssparplan auch die Hauptrolle. Sondern eher ein guter Fonds an sich. Wenn ein Anleger aber seine Fondsanteile verkaufen muss, weil er dringend Kapital benötigt, dann kann es sein, wenn der Zeitpunkt ungünstig ist, dass er von Kursverlusten genauso betroffen ist, wie der Anleger der alle Anteile zu einem Zeitpunkt gekauft hat.
Wer also in einen Fondssparplan Kapital anlegen möchte, der kann sich zwischen verschiedenen Arten von Fonds entscheiden. So gibt es beispielsweise Rentenfonds, die in festverzinsliche Wertpapiere oder Staatsanleihen investieren, es gibt Immobilienfonds, sogenannte Mischfonds, die sich aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren zusammensetzen, Indexfonds, Geldmarktfonds, Dachfonds oder reine Aktienfonds.
Die reinen Aktienfonds sind am risikoreichsten, versprechen aber dafür auch die höchsten Renditen. Anleger, die einen langen Anlagezeitraum gewählt haben, können aus Sicherheitsgründen das angesparte Kapital zum Ende des Anlagezeitraumes unter Umständen in Fonds mit weniger Risiko umschichten und es sich dadurch sichern. Viele Fondssparpläne bieten zudem die Möglichkeit, sich das angesparte Kapital in monatlichen Teilbeträgen auszahlen zu lassen. Dann können die Fondsanteile im Bestand weiter an der Wertentwicklung teilhaben.
Bei der Wahl des Fonds aus dem riesigen Fondsangebot sollte der Anleger die Kosten für das Depot und den Ausgabeaufschlag sowie alle mit dem Kauf verbundenen Kosten berücksichtigen. Fondsvermittler bieten beispielsweise viele Fonds ohne jeglichen Ausgabeaufschlag an, was automatisch die Rendite erhöht, denn je weniger Kosten mit einem Fonds für den Anleger entstehen, desto höher ist letztlich unter dem Strich die Rendite.
Viele Fondssparpläne können schon mit einem monatlichen Betrag von nur 50 Euro bespart werden.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Veröffentlichungen:
- Investmentfonds: Grundlagenwissen über Investmentfonds
- Aktienfonds: Grundlagenwissen über Aktienfonds
- Indexfonds: Grundlagenwissen über Indexfonds
- Dachfonds: Grundlagenwissen über Dachfonds
- Geldmarkfonds: Grundlagenwissen über Geldmarktfonds
- Immobilenfonds: Grundlagenwissen über Immobilienfonds
- Mischfonds: Grundlagenwissen über Mischfonds
- Kauf von Investmentfonds: Erwerbsmöglichkeiten für Investmentfonds
- Inflation: Auswirkungen der Inflation auf den Vermögensaufbau
- Wikipedia zum Cost Average Effekt
- Graphische Darstellung Cost Average Effekt
- Gelduld zahlt sich aus