Das Sparen für die Altersvorsorge wird für Menschen, die bisher aufgrund der Sicherheit in erster Linie auf das Fest- und das Tagesgeld gesetzt haben, deutlich schwerer. Nach den letzten Zinssenkungen in Amerika und Europa werden die Banken spätestens im kommenden Jahr die Zinsen auf diese Produkte deutlich senken.
historisches Tief des Leitzins
In Europa ist der Leitzins derzeit auf einem historischen Tief und in Amerika sogar bei Null und Währungsexperten halten es durchaus für möglich, dass der Zinsschritt der EZB im Oktober noch nicht der Letzte gewesen ist. Nach unten besteht noch etwas Spielraum. Während 2008 ein regelrechter Boom beim Tagesgeld zu verzeichnen war und die Zinsangebote zum Teil bei bis zu 6 Prozent lagen, wird es hier einen starken Zinsverfall geben, der die Attraktivität von Tagesgeld deutlich einschränkt. Das heißt für alle kleinen Sparer, es wird deutlich länger dauern, bis sich ihre Ersparnisse durch Zins und Zinseszins sichtbar vermehren.
Sparer, die über ausreichend Liquidität verfügen, sollten zumindest jetzt ihre Tagesgeldkonten überprüfen und Teile des Tagesgeldes in Festgeldanlagen umschichten. Dann ist das Geld über diesen Zeitraum zwar nicht mehr verfügbar, aber wer schnell handelt, kann sich die Zinsen, die zurzeit noch auf einem ganz guten Niveau sind, wenigstens über den Anlagezeitraum sichern. Dabei wird deutlich mehr an Rendite zu erwarten sein, als das beim Tagesgeld der Fall ist. Tagesgeld wird seine neu gewonnene Attraktivität wieder verlieren und Sparer müssen sich nach Alternativen umsehen.
Bestes Tagesgeld und Festgeld Angebote:
Unter den folgenden Links haben wir Ihnen die besten Zinsangebote für Tagesgeld und Festgeld zusammengestellt:
- Festgeld 3 Monate
- Festgeld 6 Monate
- Festgeld 9 Monate
- Festgeld 12 Monate
- Festgeld Laufzeit 1 Jahr
- Festgeld Laufzeit 2 Jahre
- Festgeld Laufzeit 3 Jahre
- Festgeld Laufzeit 4 Jahre
- Festgeld Laufzeit 5 Jahre
- Festgeld Laufzeit 6 Jahre
Veränderungen in 2009
Dabei müssen sie sich auch von der Abgeltungssteuer, die ab Januar 2009 gilt, nicht abschrecken lassen. Die Abgeltungssteuer greift grundsätzlich erst dann, wenn der Sparerfreibetrag überschritten wurde, das heißt, ein Ehepaar kann 1.602 Euro Zinsen kassieren, ohne dass darauf irgendwelche Steuern zu zahlen sind. Um das zu verdeutlichen, dieses Ehepaar muss bei angenommenen Zinsen in Höhe von drei Prozent mehr als 50.000 Euro investieren, bevor dieser Betrag an Zinsen zusammenkommt. Der kleine Sparer wird also von der Abgeltungssteuer eher verschont bleiben. Ähnlich positiv wird die Abgeltungssteuer auch von den wirklich besser Verdienenden gesehen. Mussten sie ihre Zinseinkünfte bisher zu einem Spitzensteuersatz von mehr als 40 Prozent versteuern, liegt auch für sie dieser Satz in Zukunft bei 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.
weitere Informationen zu den Zinssenkungen und zur Zinsentwicklung: