Geld Magazin

Festgeld als sichere Anlageform

Die Finanzkrise hat gezeigt, dass viele Anlageformen, die von den Banken angeboten werden, hohe Risiken bergen. So weisen nicht nur Aktien und Aktienfonds, sondern auch Zertifikate und festverzinsliche Wertpapiere, die bisher als sichere Anlageform galten, Kursschwankungen auf. Anleger, die während der Laufzeit von festverzinslichen Papieren oder Garantiefonds Verfügungen vornehmen wollen, können dies oft nur mit Verlusten.

 

Aus diesem Grund und aufgrund der Konjunktursorgen in Deutschland, Europa und den USA weichen immer mehr Anleger auf sichere Anlageformen aus. Zu den sicheren Anlageformen gehört hierbei das Festgeld. Dieses bietet für einen festgelegten Zeitraum einen sicheren Zinsertrag, Verluste sowie Kursschwankungen gibt es grundsätzlich nicht. Am Ende der Laufzeit wird der Anlagebetrag schließlich auf das Verrechnungskonto, zum Beispiel das eigene Girokonto, umgebucht. Der Anleger kann somit sicher sein, dass sowohl sein eingezahltes Geld als auch die Zinsen in jedem Fall gezahlt werden.

 

Zu beachten ist jedoch, dass einige Banken und Sparkassen auch ganz spezielle Festgelder anbieten. Diese Festgelder, die oft als Zertifikate oder Sparbriefe bezeichnet werden, werden mit Nachrangabrede herausgegeben. Dies bedeutet, dass im Fall einer Insolvenz des Instituts diese Anleger als letzte entschädigt werden. Sofern kein Geld mehr verbleibt, kann es sogar zum Totalverlust führen. Daher sind Festgelder mit Nachrangabrede nur dann zu empfehlen, wenn der Anleger wirklich davon ausgeht, dass die Bank auch nach der Anlagedauer von zwei bis sieben Jahren noch existiert.

 

Einlagensicherungsfond

Des Weiteren sollte jeder Anleger prüfen, ob die Bank dem Einlagensicherungsfonds deutscher Banken beigetreten ist. Ist dies nicht der Fall (bei einigen ausländischen Instituten), sind die Einlagen in Form von Festgeldern nur bis zu einer Höhe von 20.000 Euro gesichert. Höhere Festgeldsummen wären bei einer Insolvenz ebenso wie Festgelder mit Nachrangabrede nicht sicher, wodurch Verluste nicht ausgeschlossen sind.
Ist die Bank jedoch im Einlagensicherungsfonds vertreten, sind Festgelder in mehrstelliger Millionenhöhe abgesichert. Die genaue Sicherungssumme pro Anleger können Kunden bei ihrer Bank erfragen oder aber im Internet abrufen.