Geld Magazin

Chancen und Risiken offener Immobilienfonds

Immobilien sind eine wertstabile Geldanlage, zudem sind sie vor Inflationen und Wertverlusten nahezu geschützt. Dieser Glauben wurde seit der Finanzkrise, die bereits im Sommer 2007 begann, stark erschüttert. Vor allem die Praxis in den USA und in Großbritannien, wo letztendlich eine Immobilienblase entstanden ist, sorgt für große Verunsicherung.

 

Trotz dessen sind offene Immobilienfonds nach wie vor eine gute Möglichkeit, Geld mittel- und langfristig anzulegen. Der Grund für die guten Aussichten der Immobilienfonds sind die Arten der Immobilien, in die der Fonds investiert. Von den sinkenden Immobilienpreisen sind weltweit vor allem private Immobilien betroffen. Die Fonds hingegen investieren in Bürogebäude, Lagerhallen und Unternehmensimmobilien, ihr Ertrag wird in erster Linie aus den erzielten Mieteinnahmen generiert. Somit ist das Geschäftsmodell nach wie vor tragbar, einige gute Immobilienfonds konnten daher auch im Jahr 2008 Gewinne von 5-6% erwirtschaften.

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Wer sich als Anleger für einen offenen Immobilienfonds entscheidet, sollte sich vorher über den jeweiligen Fonds gut informieren. Wichtig ist zum Beispiel, in welche Länder dieser Fonds investiert und welche Einstufung er von den Rating-Agenturen erhält. Immer wieder ist derzeit auch von Fondsschließungen zu hören. Der Grund hierfür sind jedoch nicht Fehlentscheidungen des Managements oder gar Verluste der Fonds, sondern vielmehr ziehen große Investoren hohe Millionenbeträge aus den Fonds ab. Um das Geld an den Anleger zurückzuzahlen, müssen jedoch erst Immobilien verkauft werde.

Daher wird der Fonds vorerst geschlossen, um Kursrückgänge zu vermeiden. Es ist daher neben dem Rating und der bisherigen Wertentwicklung ebenfalls wichtig, auf die Kapitalquote zu achten. Anleger, die ganz sicher gehen wollen, sollten sich bestätigen lassen, dass der Fonds mündelsicher ist. Viele offene Immobilienfonds haben diese Zertifizierung, wodurch Kursverluste auf Jahressicht nahezu ausgeschlossen werden können.