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private Altersvorsorge

Alle wissen es, doch nicht alle handeln entsprechend. Die gesetzliche Rente wird nicht mehr ausreichen, um den erworbenen Lebensstandard im Alter zu erhalten. Viele verschätzen sich und glauben, dass ihre finanzielle Lage im Alter besser sein wird. Das ist ein fataler Irrtum, deshalb ist private Vorsorge ein angesagtes Thema, dass gar nicht oft genug zur Sprache kommen kann.

Bevor jedoch für das Alter vorgesorgt wird, muss ein Grundschutz für das Jetzt und Heute gesichert werden, mit dem existenzbedrohende Risiken abzusichern sind. Sinnvolle Versicherungen, die nicht zu den Pflichtversicherungen gehören, sind unter anderem die Berufsunfähigkeitsversicherung, die private Haftpflicht, die Risikolebensversicherung, bei Haus- und Grundbesitz die Gebäudeversicherung und eventuell Kinderunfallversicherungen. Entsprechende Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen sowie Autohaftpflicht sind selbstverständlich. Das sollte die Basis der Absicherung für das Jetzt sein.

private Altersvorsorge
Wer dann im Alter sorgenfrei leben möchte, der sollte so zeitig wie möglich seine private Zusatzvorsorge planen, deren Grundlage immer die gesetzliche Rente bildet, mit der im Alter gerechnet werden kann. Eine Modellrechnung wird den Versicherungspflichtigen mit der Rentenauskunft gegeben.

Neben der zu erwartenden gesetzlichen Rente gibt es unter Umständen weitere Quellen, aus denen die Alterseinkünfte gedeckt werden können, das sind Betriebsrenten, Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung oder auch größere Erbschaften, die zu erwarten sind.

 

Für die Ermittlung des Geldbedarfs im Alter müssen die Wünsche möglichst genau bekannt sein und es sollte bedacht werden, welche Ausgaben dann auch wegfallen. Wie beispielsweise Hypotheken oder andere Kredite. Nicht vergessen werden darf die Inflationsrate, ist sie doch ein ganz entscheidender Faktor für die Berechnung. Über einen Zeitraum von 30 Jahren oder länger ist das ein stolzer Betrag, der da hinzugerechnet werden muss. Entlastend für das Portemonnaie im Alter wirkt es sich aus, wenn nicht zwei Autos benötigt werden, das Haus oder die Wohnung bezahlt ist, eine kleinere Mietwohnung genommen wird und auch bestimmte, heute noch notwendige Versicherungen nicht mehr bezahlt werden müssen.

Ein höherer Geldbedarf entsteht wiederum, wenn das Haus oder die Wohnung alters- oder behindertengerecht umgebaut werden müssen, Haushaltshilfen oder Pflegepersonal benötigt werden und die Ausgaben für die Gesundheit steigen, auch die Möglichkeit des Reisens kann kostspielig sein. Alle diese Faktoren müssten mehr oder weniger genau bedacht werden, um die Rentenlücke aufzudecken. Experten sagen, dass im Alter in etwa 80 Prozent des vorhergehenden Nettoeinkommens ausreichend sind, um ein angenehmes Leben zu haben. Das wird mit der gesetzlichen Rente nicht erreicht und deshalb ist Vorsorge angesagt.

Ist erstmal bekannt, wie viel an Geldbedarf für das Alter besteht, kann und muss sich entsprechend um die private Vorsorge gekümmert werden. Dabei gibt es die Möglichkeiten des Sparens mit staatlicher Förderung, der privaten Geldanlagen und des Immobilienerwerbs. Es kommt immer auf die richtige Mischung an. Staatlich gefördert sind solche Produkte wie die Riesterrente, die Rürup-Rente, die betriebliche Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen. Die Riesterrente sollte für alle Arbeitnehmer schon fast so ein muss sein, wie die gesetzliche Rente.

Die rein private Geldanlage muss jeder mit sich selbst ausmachen, der sicherheitsorientierte Sparer wird sich nicht auf riskante Geldanlagen einlassen, auch wenn diese eine bessere Rendite versprechen. Hier gibt es auch Produkte wie die kapitalbildende Rentenversicherung, das Fondssparen, die Anlage in Aktien oder eben in sichere Anleihen des Bundes in Form von Bundesschatzbriefen zum Beispiel.
Auch eine Anlage in Immobilien kann eine interessante und einnahmeträchtige Form der Geldanlage für das Alter darstellen. Genau, wie die selbst genutzte und abgezahlte Immobilie, im Alter die Miete spart.