Geld Magazin

Ordnung in die Geldanlagen bringen

Anleger, die ihr vorhandenes Vermögen bereits in verschiedenen Anlageformen untergebracht haben, sollten sich nicht dazu hinreißen lassen, diese nicht regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren. Bei vielen Anlegern befinden sich in den Depots Anlagen, die nur wenig oder keine Rendite bringen.

 

Überblick über Vermögen verschaffen

Alle finanziellen Rücklagen müssen regelmäßig überprüft werden. Anleger, die sich das allein nicht zutrauen, sollten den Gang zu einem Berater nicht scheuen. Statistiken besagen, dass der Deutsche Verbraucher für den Kauf eines Neuwagens doppelt so viel Zeit aufwendet wie für die Überprüfung seiner Rücklagen. Nur etwas über 10 Prozent der Verbraucher wissen über die Geldanlage in Aktienfonds oder Rentenfonds überhaupt Bescheid und noch weniger Deutsche haben überhaupt jemals eine systematische Finanzplanung gemacht. Doch baldiges Handeln ist angebracht, wer sich nicht klare Ziele für den Vermögensaufbau setzt, dem drohen im Alter finanzielle Einbußen bis hin zur viel beredeten Altersarmut.

 

 

Geldanlagen Ordnung

Überblick über die Anlageprodukte verschaffen

Ein schneller Finanzcheck ist immer dann angebracht, wenn mehr als die Hälfte der Anlagen Produkte von der Hausbank oder der Sparkasse sind. Auch Depots, die fast nur deutsche Werte beinhalten sind dringend zu überprüfen. Wer gar kein Wertpapierdepot besitzt und sein gesamtes Vermögen auf Tagesgeldkonten, oder als Festgeld angelegt hat, obwohl dieses in den nächsten Jahren gar nicht benötigt wird, sollte sich dringend zu anderen, renditeträchtigen Anlageformen beraten lassen und entschließen.

 

 

Überprüfung des Wertpapierdepots

Noch wichtiger ist ein Anlagecheck für alle diejenigen, die in ihren Wertpapierdepots Papiere haben, deren Kurs derzeit um 50 Prozent niedriger ist, als es seinerzeit der Kaufkurs war. Von solchen Papieren muss man sich trennen können. Jetzt ist noch der richtige Zeitpunkt, ab kommendem Jahr greift die Abgeltungssteuer.

 

 

Auswirkungen der Abgeltungssteuer auf das Vermögen

Überhaupt, wer sich nicht sicher ist, welche Konsequenzen die Abgeltungssteuer für ihn persönlich hat, sollte sich erstens jetzt noch informieren und zweitens kompetent beraten lassen. Aber niemand sollte sich drängen lassen, vorschnell aufgrund der Empfehlung eines Beraters in andere Fonds zu wechseln, besser ist es eine Zweitmeinung einzuholen. Wer jetzt die falsche Entscheidung trifft und dann 2009 verkauft, der muss unweigerlich für alle späteren Anlagen die Abgeltungssteuer bezahlen.

 

Mehr Vermögen durch mehr Informationen

Nur Anleger, die sich ständig mit ihren Anlagen beschäftigen, werden das Maximum aus ihrem Vermögen herausholen. Gerade in der heutigen Zeit ist es immens wichtig, für den Lebensabend vorzusorgen und dabei Produkte zu wählen, die eine optimale Rendite garantieren. Nichts ist falscher, als sich um seine Anlagen nicht zu kümmern, und deren Entwicklung dem Selbstlauf zu überlassen.

Genauso falsch ist es, bei Fehlentscheidungen trotz eines geringen Verlustes, nicht sofort wieder auszusteigen und eine Alternative mit besseren Renditechancen zu wählen. Natürlich ist das Investment keine Einbahnstraße mit immer steigenden Kursen, doch zeigen die Erfahrungen, dass Anleger an schlechten Produkten zu lange festhalten, in der Hoffnung, dass die Kurse sich doch wieder erholen würden. Optimales Vermögenswachstum erreichen nur Anleger, die ihre Geldanlagen regelmäßig überprüfen und immer den jeweiligen Bedingungen anpassen.

Anleger, die das nicht tun, lassen sich einiges an Vermögen entgehen. Von den Deutschen, die sich überhaupt noch nicht entschließen konnten, über ihre private Altersvorsorge nachzudenken und diese selbst in die Hand zu nehmen, werden viele es über kurz oder lang bereuen, diesen wichtigen Teil der Alterssicherung einfach nicht beachtet zu haben. Einzig und allein auf die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sollte sich heute niemand mehr verlassen, denn die wird für einen sicheren und entspannten Lebensabend nicht ausreichen.

 

Fazit

Je früher mit dem Vermögensaufbau begonnen wird, desto kleinere Beträge reichen aus, um im Alter über eigenes Kapital zu verfügen.