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Die Krise an den Finanzmärkten und was Anleger jetzt tun können
Viele Kleinanleger sind mittlerweile durch die immer größere Ausmaße annehmende Krise auf den Finanzmärkten, etwas beunruhigt, sie bangen nicht ganz unbegründet um ihr Geld, dass eigentlich geplant war um Vermögen für das Alter aufzubauen oder es später in eine Immobilie zu investieren.
Die Kurse von vielen Aktien und Fonds rutschen ab. Einem zweitägigen Aufatmen folgt wieder ein neuer Kursrutsch und ein Ende dieser Berg- und Talfahrt scheint nicht absehbar. Selbst Profis sind oft ratlos. Nach einigen Jahren steigender Kurse und dem erfolgreichen Jahr 2007 hat niemand mit derart starken Kursrutschen gerechnet. Doch jetzt heißt es Ruhe bewahren und keine Panikverkäufe zu tätigen, die letzten Endes nur Verluste bescheren.
Finanzkrise und Investmenfonds
Gerade Fonds, die insgesamt eine positive Bewertung haben, sollten unbedingt gehalten werden. Anleger sollten sich selbst sagen, dass sie für Fonds einen langen Atem brauchen, mindestens 10 Jahre sind optimal und auf diese Weise können auch die derzeitigen Turbulenzen ausgesessen werden, wer einen Fondssparplan hat, profitiert jetzt vom Cost Average Effekt und kann für seinen monatlichen Sparanteil jetzt eben mehr Anteile einkaufen. Allerdings sollte der Kleinanleger in der jetzigen Zeit nicht unbedingt Fonds dazu kaufen, sondern die weitere Entwicklung abwarten.
Finanzkrise und Aktien
Etwas anders verhält sich das bei den Aktien. Jeder Anleger muss jetzt genau überprüfen, ob sich durch die Finanzkrise die Perspektiven für das Unternehmen verändert haben. Das trifft insbesondere für alle Bankentitel zu, die kräftig an Wert verloren haben. Da ist es durchaus eine Überlegung Wert, sich von einzelnen Titeln zu trennen. Auch hier gilt das Sprichwort, „Lieber ein Ende mit Schrecken (Verlust) als ein Schrecken ohne Ende“.
Jeder Anleger weiß, dass die Geldanlage in Aktien riskant ist, und muss eben auch die Konsequenzen verschmerzen können, wenn es abwärts geht. Gerade Anleger, die eher auf Sicherheit bedacht sind, müssen sich neu orientieren.
Wer mehr Sicherheit möchte und derjenige, den solche Szenarien immer wieder abschrecken, der kann sein Geld in festverzinsliche Anlagen geben. Selbst in Krisenzeiten wie diesen ist das Geld auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten sehr gut aufgehoben und wird zudem relativ attraktiv verzinst. Selbst bei einer Bankenpleite, die ja nicht mehr unvorstellbar ist, springt der Einlagensicherungsfonds ein, sodass der Anleger keinen Verlust erleidet.
Der absolute Inbegriff der Sicherheit ist die Anlage von Vermögen in Gold, doch auch der Goldpreis unterliegt starken Bewegungen und die Krise ist auch am Goldpreis nicht spurlos vorübergegangen. Innerhalb von relativ kurzer Zeit hat das Gold 10 Prozent an Wert verloren. Außerdem ist der An- und Verkauf von Gold mit nicht unbeträchtlichen Nebenkosten verbunden, und allein aus diesem Grund sollte es immer nur eine Beimischung bleiben.
Alle Riesterrenten- und Bausparer können hingegen völlig gelassen bleiben. Wer sein Geld in einem Riesterfonds spart dem sind alle eingezahlten Beträge und die Zulagen garantiert worden und auch Bausparer müssen sich nicht sorgen, weil das angesparte Kapital von den Bausparkassen garantiert wird.
Zeiten wie diese sind wieder einmal der tatkräftige Beweis für alle grauen Theorien. Die Geldanlage in Wertpapieren ist chancenreich und renditeträchtig, allerdings braucht der Anleger oft starke Nerven, um Krisen wie die jetzige durchzustehen. Nicht selten wird völlig falsch reagiert und alles wird vorschnell verkauft. Doch selbst der Börsenguru Andre Kostolany hat schon gesagt, dass an der Börse auch Verlieren zum Alltag dazugehört und dass diese keine Einbahnstraße ist, kann man jetzt wieder erfahren.


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