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Aktuelle Nachrichten aus der Finanzwelt
Updated: 9 hours 15 min ago

Ebase erweitert Angebot um ComStage ETFs

Wed, 11/19/2008 - 17:10

Die nach eigenen Angaben führende Deutsche Fondsplattform Ebase, möchte sich dem Kundenwunsch nach ETF Investments (Exchange Traded Funds) nicht weiter verwehren. Diese vor allem aufgrund ihrer geringen Gebühren äußerst beliebte Anlageklasse erfreut sich einer immer größeren Nachfrage und ergänzt in einer steigenden Anzahl privater Fondsdepots die Anlagestrategie. War für den Erwerb von ETFs bislang ein vollwertiges Wertpapierdepot notwendig, welches Ebase nicht angeboten hat, so erweitert man den eigenen Fondsservice auf die doch Fonds ähnliche Anlageklasse ETF. Trotz Depoterweiterung werden Aktien und Zertifikate aber wohl auch zukünftig nicht über ein Depot der Ebase zu bekommen sein. Dazu müssen Anleger nach wie vor auf die Onlinebanken wie DAB bank oder comdirect bank zurückgreifen.

ComStage ETFs

Zu Beginn werden zunächst die ETF Angebote Schwestergesellschaft ComStage im Ebase Angebot sein. Beide Unternehmen sind Töchter der Commerzbank, was die Zusammenarbeit in diesem Bereich vereinfachen sollte und den erstmaligen, Anlageklasse überschreitenden Handel, vermutlich deutlich begünstigt hat. Als Einführungsangebot werden ComStage ETFs bei Ebase bis Jahresende kostenlos gehandelt, in der Folge wird es eine Gebührenstruktur geben, deren Gestaltung möglicherweise auch von den Vertriebspartner mitbestimmt werden können. D.h. Ebase Kunden, die z.B. von Fondsvermittlung24.de betreut werden, erhalten zurzeit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bei rund 4.900 Investmentfonds und ca. 4.000 Fondssparplänen. Inwieweit dies auch auf ETFs übertragbar ist, bleibt abzuwarten.

Zweites Ebase zur Bestandstrennung eröffnen

Noch bis Anfang Dezember können Kunden, die eine Bestandstrennung zur Abgeltungssteuer vornehmen möchten (First in First Out Methode) ein zusätzliches Depot bei Ebase eröffnen, bei dem sichergestellt ist, dass alle gewünschten Transaktionen noch in diesem Jahr ausgeführt werden. D.h. diese Käufe sind bei einer Veräußerung nach der bis 31.12. noch geltenden Spekulationsfrist von 12 Monaten sowohl von Spekulationssteuer als auch von Abgeltungssteuer befreit.

 

 

Danske Fund zu Danske Invest umbenannt

Tue, 11/18/2008 - 23:49

Im Zuge einer Markenvereinheitlichung hat die dänische Danske Bank die der Bank zugehörige Fondsgesellschaft unter dem neuen Markennamen Danske Invest zusammengeführt. Damit trage man der Internationalisierung Rechnung, die mit einer grenzüberschreitenden Marke deutlich einheitlicher voranzutreiben ist. Für die Anleger der Danske Fonds ändert sich wenig, lediglich Briefpapier und Absenderlogo werden in einem neuen Erscheinungsbild auffallen, an der strategischen Ausrichtung einzelner Fonds ändert sich dagegen nichts. Für weitere Informationen zu den Danske Fonds steht wie bislang die Internetseite www.danskeinvest.com zur Verfügung.

Was ändert sich mit der Abgeltungssteuer - wie profitieren Riester-Rente und Rürup-Rente?

Mon, 11/17/2008 - 15:14

Auf Einschnitte gefasst machen müssen sich die Wertpapiersparer im Hinblick auf die Abgeltungssteuer. Noch auf lange Sicht sichern lassen sich jedoch derzeit noch steuerfreie Kursgewinne. Ab dem 1.1.2009 beginnt für Anleger eine neue Ära. Denn der Vergangenheit gehört ab dann die Zeit steuerfreier Kursgewinne an. Statt der alten Kapitalertragssteuer gilt ab 2009 für die meisten Geldanlagen dann die so genannte Abgeltungssteuer. Ein einheitlicher Steuersatz wird auf Dividenden, Zinsen und Aktiengewinne fällig. Dieser Abgeltungssteuersatz beträgt 25% exklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Alles beim alten bleibt unterhalb der Freistellungsgrenze.

Aus Sparerfreibetrag wird Sparerpauschbetrag

Erst wenn der Sparerfreibetrag von 801 € überschritten wird, werden Steuern fällig. Nichts muss ans Finanzamt abgetreten werden, wenn geringere Spareinnahmen erzielt und für Konten und Depots ein entsprechender Freistellungsauftrag erteilt wird. Dass der Sparerfreibetrag künftig Sparerpauschbetrag heißt, darauf weisen die Steuerberater hin. Dies ist der Fall, da von diesem Betrag keine weiteren Werbungskosten abgezogen werden können. Die Grenze für gemeinsam veranlagte Ehepaare liegt bei 1.602 €.

Steuerliche Vorteile für Immobilienfonds, Rürup-Rente und Riester-Rente

Anleger, die überwiegend in Festgeld oder Zinspapiere investieren sowie einen hohen persönlichen Einkommensteuersatz haben, werden die Sieger der neuen Steuerregelung sein. Schlechter stellen sich hingegen Sparer, die Geld in Fonds oder Aktien investieren und bislang die Kursgewinne steuerfrei einstreichen durften, nachdem sie die einjährige Spekulationsfrist eingehalten hatten. Hier kommt das Finanzamt demnächst mit der strammen Steuerkeule. Ausnahme sind geschlossene Immobilienfonds, und Immobilien, die auch weiterhin nach 10 Jahren steuerfrei verkauft werden können. Von der Abgeltungssteuer befreit sind außerdem Rürup-Rente und Riester-Rente Verträge.

Bestandsschutz für Wertpapierkäufe vor dem 31.12.2008

Für Auszahlungen aus Renten- und Kapitallebensversicherungen gilt, dass solche Verträge grundsätzlich steuerpflichtig sind. Und zwar dann, wenn sie nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden. Wenn der Vertrag mindestens fünf Jahre läuft und der Versicherte bei Auszahlung mindestens 60 Jahre alt ist, ist aber nur die Hälfte des Wertzuwachses zu versteuern. Für die Abgeltungssteuer bei Altverträgen, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden, ändert sich nichts, diese bleiben wie bislang grundsätzlich von der Steuer befreit. Der neuen Steuer zu entgehen, dahingehend haben auch Kapitalanleger noch eine letzte Chance. Bestandsschutz genießen nämlich Fonds und Aktien, die vor dem 31.12.2008 erworben werden. Fonds oder Aktien, die nach einem Jahr Haltefrist verkauft werden, deren Rendite bleibt dann steuerfrei, wenn diese bis zum Jahreswechsel erworben wurden.

Anleger haben Hemmungen in fallende Märkte einzusteigen

Dabei spielt es keine Rolle, ob sie nach einem, zwei oder 20 Jahren verkauft werden. Experten empfehlen die saubere Trennung von alten Geldanlagen, die vor 2009 erworben wurden und neuen Produkten, die ab 2009 gekauft werden, um sich die Verwaltung und die Aufteilung der einzelnen Bestände zu erleichtern. Bis zum Jahresende bedarf es der richtigen Auswahl von langfristig erfolgreichen Aktien, um später steuerfreie Aktienkursgewinne einzufahren. Moment fällt aber gerade die Auswahl dessen nicht so einfach. Optimisten argumentieren, dass in fünf Jahren die Finanzmarktkrise nicht mehr der Rede wert sei und solide Aktien auf lange Sicht meist bessere Renditen als konservative Sparformen versprächen. Dass die Finanz- und auch die Konjunkturkrise ihren Tiefpunkt jedoch noch nicht erreicht habe, davor warnen Pessimisten.

Bei weiter fallenden Kursen könne derjenige den Steuervorteil verspielen, der jetzt investiert. Dachfonds oder Mischfonds bieten sich als mögliche Alternative zu Aktien an. In verschiedene Einzelfonds investieren die Fondsmanager bei Dachfonds, während bei Mischfonds je nach Marktlage zwischen Anlagen am Geldmarkt, Rentenpapieren oder Aktien umgeschichtet wird. Massiv beworben werden diese Fonds seit einiger Zeit von Fondsgesellschaften und Banken. Sie haben schließlich mit Blick auf die Abgeltungssteuer einen Vorteil. Vom Fiskus unbehelligt bleiben nämlich Aktien, Anleihen oder Fonds, die der Fondsmanager innerhalb seines Fonds in die Tat umsetzt. Die Abgeltungssteuer bekommt das Finanzamt erst dann, wenn die Anleger ihre Fondsanteile verkaufen, so dass die Fondsmanager also Fonds oder Aktien erwerben und veräußern können wie sie wollen.

Dachfonds und Mischfonds häufig mit kurzer Historie

Anleger müssen bei Fonds trotzdem Obacht geben, da es bei frisch aufgelegten Dach- oder Mischfonds beispielsweise praktisch unmöglich ist, die bisherigen Leistungen im Hinblick auf das Fondsmanagement zu beurteilen. Fällig werden außerdem bei vielen Produkten hohe Provisionen, Verwaltungsgebühren oder Ausgabeaufschläge. Die Fonds müssen also schon sehr gute Renditen erzielen, damit sich die hohen Gebühren wieder amortisieren. Dies ist natürlich in einer schlechten Marktlage als sehr diffizil anzusehen. Somit kann durch hohe Gebühren die gesparte Abgeltungssteuer schnell wieder aufgefressen werden, so dass man eine Milchmädchenrechnung vor sich hat.

 

KfW-Bank verliert 288 Millionen in Island

Mon, 11/10/2008 - 10:37


Weil es dort hohe Zinsen gab, legte die staatliche KfW-Bank Geld bei der Kaupthing Bank in Island an. Vor zwei Wochen noch polterte Wirtschaftsminister Glos, der auch Verwaltungsratsvorsitzender der KfW Bank ist, dass die Kaupthing Sparer zu gierig gewesen seien. Tatenlos sah er hingegen dem Treiben im eigenen Hause zu. Bei der angeschlagenen und inzwischen verstaatlichten Kaupthing Bank in Island hatte die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 288 Millionen € in Wertpapiere angelegt. Aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die FDP Bundestagsfraktion geht dies hervor. Im Rahmen ihrer Fördertätigkeit und der Liquiditätsanlage hat demnach die Staatsbank Millionen in Island angelegt. Voraussichtlich nicht zurück bekommen wird die Staatsbank dieses Geld. Denn wegen der Finanzkrise kann Island derzeit nur am Leben erhalten werden, indem es Milliardenkredite des Weltwährungsfonds bekommt.

Dass der Vorsitzende des Verwaltungsrats der KfW, Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, in einem Interview die Kleinanleger beschimpfte, welche ihr Geld bei der Kaupthing Bank verloren hatten, statt im eigenen Haus nach dem Rechten zu schauen, ist besonders pikant. Glos monierte nämlich in einem Zeitungsinterview, dass es für ihn beispielsweise unverständlich sei, wie Zigtausende Menschen über das Internet ihr Geld einer kleinen Bank in Island überweisen konnten, ohne sich im Vorfeld über die Risiken einer Geldanlage zu informieren. Es sei doch klar, dass es keine überdurchschnittlichen Renditen ohne überdurchschnittliche Risiken gebe. Glos warf den Menschen vor, zu gierig gewesen zu sein.

Offensichtlich gilt dies allerdings auch für die KfW Bank. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Glos äußerte sich dahingehend bisher allerdings nicht. Wie aus dem Schreiben des Finanzministeriums hervorgeht, hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau vorsorglich bereits 98 Millionen € als Risikovorsorge zurückgelegt. Eine KfW-Sprecherin erklärte, dass man versuchen werde, die Forderungen gerichtlich durchzusetzen. Erneute Fehlinvestitionen einräumen musste damit die Staatsbank, deren Aufsichtsgremium von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kontrolliert wird.

In negative Schlagzeilen geführt hatten bereits in den vergangenen Monaten die Milliardenverluste der einstigen Düsseldorfer Tochterbank IKB sowie die fehlerhafte Überweisung von 320 Millionen € an die insolvente US-Bank Lehman Brothers. Der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler kritisierte, dass die KfW-Bank in der Finanzkrise kein Fettnäpfchen auslasse. Der Auftrag der KfW sei es nicht, den Mittelstand in Island zu fördern, sondern den in Deutschland. Jetzt müsse leider wieder der Steuerzahler die Zeche zahlen.

Geschlossene Immobilienfonds Wölbern mit neuem Holland-Fonds

Fri, 11/07/2008 - 19:53

Das bereits im September angekündigte Wölbern Holland Immobilienfonds 65 Beteiligungsangebot startet jetzt zum 7. November in den Vertrieb. Ein bisschen später als gedacht, wie man von Wölbern gegenüber Cash-Online zugeben musste, da es Terminprobleme bei Vertriebspartner gegeben habe, aber in der Sache selbst unverändert.

Wölbern Holland 65 investiert im holländischen Zaandam

Gegenstand des Investment ist ein Bürogebäude im niederländischen Zaandam, welches an Albert Heijn B.V. und Koninklijke Ahold N.V zwei international agierende Handelsunternehmen vermietet ist. Vor dem Hintergrund der schwächelnden Weltkonjunktur ist es Wölbern wichtig auf die Bonität der Mieter und das ausgewogenen Chancen- und Risikoverhältnis des Angebots hinzuweisen. So wurde mit den Mietern vereinbart, dass alle Kosten, die mit der Nutzung des Gebäudes verbunden sind von den Mietern zu tragen ist, was für Anleger deutlich mehr Planungssicherheit bedeuten wird. Wer hier investiert, kann mit Auszahlungen von 6,5% bis 7% pro Jahr kalkulieren, die für den Wölbern Holland Fonds prognostiziert werden.

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt 93 Millionen Euro, 44 Millionen Euro Eigenkapital sollen von Anlegern als Eigenkapital eingeworben werden, d.h. etwas mehr als die Hälfte der Anlagesumme werden über Fremdkapital abgedeckt werden.

Anleger, die sich für diesen geschlossenen Immobilienfonds Wölbern Holland 65 interessieren können ab einer Mindestbeteiligung von 15.000 Euro in den niederländischen Immobilienmarkt einsteigen.

 

 

ebase geht mit Abwicklungs- und Tagesgeldkonto an den Start

Thu, 11/06/2008 - 12:08

Seit Ende Oktober bietet die European Bank for Fund Services (ebase) als eigenständige Tochtergesellschaft des Commerzbank-Konzerns ihren Kunden ein Abwicklungs- und Tagesgeldkonto an. Bereits seit diesem Jahr besitzt die ebase die Geschäftserlaubnis als Vollbank. Nun hat die Bank ihr Produktangebot um das ebase Abwicklungs- und Tagesgeldkonto erweitert.

 
Von der Wertpapierhandelsbank zur Vollbank

Bisher wurde die auf Investmentfonds spezialisierte Bank ausschließlich als Wertpapierhandelsbank mit Schwerpunkt auf Fondsverwaltung und Depotservices geführt. Mit dem neuen Konto betritt die ebase nun den Markt der Vollbanken und setzt sich der direkten Konkurrenz zahlreicher Anbieter von Tagesgeldkonten aus.

Kostenlos und ab dem ersten Euro

Das neue ebase Abwicklungs- und Tagesgeldkonto wird kostenlos geführt und bietet seinen Anlegern ab dem ersten Euro eine im Wettbewerbsvergleich gute Verzinsung, die sich am Geldmarkt orientiert. Für Beträge bis 10.000 EUR beträgt diese aktuell 3,10 Prozent, darüber hinaus 3,40 Prozent pro Jahr. Kunden können das Konto bei täglich verfügbarem Guthaben entweder zur Abwicklung ihrer Fondsgeschäfte oder als reines Tagesgeldkonto nutzen. Das Konto wird online direkt bei der ebase geführt und kann auch ohne Investment Depot eröffnet werden.

Schutz der Einlagen durch Einlagensicherungsfonds

Wie alle Banken in den EU-Mitgliedsstaaten ist auch die ebase an der gesetzlichen Einlagensicherung beteiligt. Darüber hinaus gehört sie dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken an. Dadurch sind die Einlagen jedes Kunden bis zu derzeit fünf Mio. EUR zusätzlich abgesichert.

Mit dem neuen Abwicklungs- und Tagesgeldkonto hat die ebase ihr bestehendes Angebot am Markt erweitert und den ersten Schritt zur Vollbank vollzogen.