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Finanzen und Börse - Egghat´s Blog
Zahl des Tages (19.11.08)
Wed, 11/19/2008 - 23:37Rendite der 90-Tages-US-T-Bills: 0,06%
Kurz: Nichts. Da kann ich auch das Geld auch direkt unter das Kopfkissen legen, nach Transaktionskosten dürfte das sogar besser sein ...
Kaum eine Zahl spiegelt die Flucht in Qualität und die extreme Risikoscheu der Anleger besser wieder ...
CDS so teuer wie nie
Wed, 11/19/2008 - 22:25Also die Entspannung war definitiv nur vorübergehend. Die Kosten für Kreditausfallversicherungen von Hochzins-Anleihen sind heute zum ersten Mal über die 900 gestiegen.
Auch an diesem Markt hat die Warnung von BASF für Unruhe gesorgt. Die CDS auf BASF (und die Konkurrenten aus der Branche) sind dann auch kräftig gestiegen.
FT Alphaville: CDS update: Gloom
Auch S&P stuft Ambac herab
Wed, 11/19/2008 - 22:10Nach Moody's stuft jetzt auch S&P den Kreditversicherer Ambac von AA auf A herab. Damit ist das Rating allerdings noch etwas besser als Moody's. Der Ausblick ist aber auch negativ.
Die Aktie ist inzwischen auch ein Penny-Stock, was aber übrigens nicht mehr so schlimm ist. Die Regel, dass Penny-Stocks nach 60 Tagen von der Börse fliegen, hat man mal eben ausgesetzt ...
Aber die Kreditversicherer gehen eh alle Pleite, außer der Staat rettet die. Ansonsten bleibt es die "angekündigste Pleite" des Jahres 2008, auch wenn ich mich möglicherweise um ein Jahr verschätzt habe (Der Kauf der Woche: 14% Rendite mit Triple A Sicherheit) FT Alphaville: The death throes of the bond insurers
Wer die ganze Geschichte lesen will: Suche nach MBIA Aber Zeit mitbringen, an dem Thema bin ich schon länger dran ...
Solarworld will Opel Werke kaufen! Aber warum?
Wed, 11/19/2008 - 18:33Bitte bitte macht das und lasst den Steuerzahler außen vor. Ich befürchte aber, dass der Deal sooo nicht aussehen soll ... OK, er sieht nicht so aus. Solarworld möchte 1 Mrd. für Opel bezahlen, aber auch 40.000 Euro pro Arbeitsplatz vom Staat bekommen. Was dann 1 Mrd. Euro ergibt und damit einen Kaufpreis von Null.
FAZ: Solar-Konzern will Opel-Werke übernehmen
GM hat übrigens schon abgewunken: Spiegel: General Motors lässt Solarworld-Chef abblitzen
Ansonsten lasst den Laden einfach Pleite gehen, niemand wird Opel vermissen. Die Automobilindustrie hat weltweit (vor allem in Europa und den USA) Überkapazitäten. Irgendjemand muss da ein paar Werke schließen. Jeder Arbeitsplatz der heute mit Steuergeldern bei Opel gerettet wird, ist einer, der dann später bei VW, BMW, Daimler, Ford, etc. wegfällt.
Der deutschen Bauindustrie ging es auch lange schlecht. Gerhard! Gerhard! hat dann Holzmann gerettet und ein paar Jahre später waren die dann doch Pleite. Was hat das gebracht? Viele mittelständische Baufirmen sind Pleite gegangen. Und die mit ausreichend Kapital haben sich durch die Krise geschleppt, aber jahrelang kein Geld verdient. Als dann Holzmann endgültig Pleite war, kam die überfällige Marktbereinigung, die Branche konnte wieder Geld verdienen und in der Folge waren die Arbeitsplätze auch wieder sicher.
Ich möchte die Opel-Diskussion eigentlich gar nicht führen, das wird schließlich überall gemacht. Dabei gibt es kaum Überraschungen. Die üblichen Verdächtigen (FR, Bofinger, et al) sind für Hilfe bzw. Verstaatlichung, auf der anderen (neoliberalen) Seite (FAZ: Wettlauf um Staatshilfe) ist man sehr zurückhaltend mit der Hilfe und bringt die üblichen, viel zu abstrakten Argumente. Einige Kern-Neoliberale zeigen jedoch Sympathie für eine Rettung (FAZ: Hüther: „Mit Bauchschmerzen: Opel muss gerettet werden“). Wenig überraschend dagegen, dass aus der Heimat von BMW und Audi von der CSU Kritik an der Hilfe mit Steuergeldern für Opel kommt (FTD: Unionspolitiker meutern gegen Opel-Hilfen).
Den Merkelschen Aussagen, dass die Hilfe eine einmalige Sondersituation sei, glaube ich kein Wort. So wie sich die Politiker im Ausgeben von Steuergeldern ähm helfen von Opel überbieten, so werden sie das auch beim nächsten Mal machen. Die Bevölkerung denkt natürlich einfach: Wenn man den Bonzen von den Banken hilft (die zudem noch Schuld sind), dann muss man den armen Arbeitern bei Opel doch auch helfen. Zur Motivation der Politiker: Spiegel: Chefsache Firmenrettung
Ich würde nur gerne einen Kontrapunkt setzen und zwar zu dem Gerücht, dass Opel eine "gesunde" Firma sei, die nur von den bösen Amis ausgesaugt wurde.
"Das Eigenkapital sank im selben Zeitraum von 1.692Mio Euro in 2005, auf 976Mio Euro in 2006 und 914Mio Euro in 2007. Und besagte 914Mio kamen auch nur dadurch zustande, dass der General Motors-Konzern eine Schuldverschreibung (an sich selbst) in Höhe von 300 Mio Euro in die Kapitalrücklage der Opel GmbH einlegte"Weissgarnix: Opel - Anspruch und Wirklichkeit (extrem lesenswerter Artikel!)
Eine vernünftige Bilanzanalyse einer Firma in einem Konzernverbund ist extrem schwierig, weil beide Firmen immer ausreichend Rädchen haben, an denen sie drehen können, um Gewinne da entstehen zu lassen, wo es steuerlich am günstigsten ist (oder wenn man Verluste vertuschen will). Aber eine Firma, deren Eigenkapital von 1692 Millionen auf 614 Millionen in nur 2 Jahren gesunken ist, ist alles andere als gesund. Das Argument "Opel hat kein eigenes Rating und kann sich daher kein Geld am Kapitalmarkt besorgen" ist Quark. Denn wenn die ein Rating hätten, wäre das bei der miserablen Eigenkapitalausstattung wahrscheinlich noch schlechter als das von GM.
Zu Opels verfehlter Modellpolitik: Spiegel: Zick-Zack-Kurs am Abgrund
Opel hat in den letzten 10 Jahren den Marktanteil in Deutschland mehr als halbiert: FTD: Wie es um Opel steht
Zum Thema GM saugt Opel aus? Spiegel: General Motors pumpt Milliarden in Opel
Und noch ein paar harte Worte (lohnenswert allein schon wegen der Worte zu Glos): Tagesschau.de "Staat darf nicht für hausgemachte Verluste geradestehen"
Oder das hier: "Opel war jahrelang auf Hilfen angewiesen und steht derzeit fast ohne Liquidität da" aus Spiegel: Wie Opel zu retten ist - und wie nicht.
Nein, Opel ist keine gesunde Firma. Das traut sich nur keiner, der gewählt werden möchte, den Opelianern ins Gesicht zu sagen.
Auch zum Thema:
Weissgarnix.de: Wäre eine Opel-Pleite ein Fall für den Staatsanwalt?
Wer jetzt aber meint, Opel würde GM verklagen, irrt. U.U. könnte nämlich Opel wegen Untreue verklagt werden, weil die ihrer Mutter noch einen Kredit gegeben haben, der aber mglw. nicht mehr einklagbar ist.
Die aktuellen Nachrichten:
FAZ: Opel beantragt 1,8 Milliarden Euro-Bürgschaft
Tagesschau.de: Auto-Produktion wird gedrosselt - Opel hilft sich selbst
Ich gebe mich übrigens keine Sekunde der Idee hin, dass Opel nicht gerettet wird. Die Mechanismen sind zu eindeutig, die Weichen viel zu klar auf "staatliche Aktion" gestellt. Schließlich ist Wahlkampf in Hessen und Thüringen.
Berliner Morgenpost: Warum die Regierung Opel helfen wird
Richtig Bauchschmerzen habe ich mit der Tatsache, dass eigentlich niemandem klar ist, *wie* Opel überhaupt gerettet werden kann. Wenn Opel Geld bekommt, besteht immer die Gefahr, dass das Geld in den USA abfliesst. Beide Seiten geben sich gegenseitig Kredite, man kann das nicht wirklich verhindern (Siehe dazu den Weissgarnix Artikel mit dem Staatsanwalt). Spätestens wenn GM insolvent wird und unter Gläubigerschutz fällt, hat Opel *keine* Möglichkeit mehr, die an GM vergebenen Kredite von GM zurückzufordern. GM hingegen ist sogar gezwungen, die Kredite von Opel zurückzufordern, um die Gläubiger zu bedienen (deshalb folgen die Töchter meistens der Mutter in die Pleite).
Und Opel herauslösen aus GM? Opel baut einige Modelle mit asiatischen GM Töchtern (z.B Isuzu) zusammen. Einige Modelle von Opel werden weltweit verkauft. Es gibt neben dem Finanzaustausch auch Technologieaustausch. Nicht jede Tochter von GM baut jeden Motor. Opel baut meines Wissens keinen eigenen Dieselmotor mehr. Das wird ein äußerst komplexes , um nicht zu sagen unmögliches,Vorhaben.
Und: Ist Opel überhaupt groß genug, um allein zu überleben? Ich bezweifle das. Ein paar Überlegungen zu dem Thema finden sich hier: DerWesten.de: Fährt Opel alleine besser?
Und eine europäische Lösung? Opel+Saab+Fiat? *Das* hört sich zwar direkt an wie der Club der Fußkranken, aber könnte die nötige Größe bieten, technisch arbeitet man auch schon zusammen und auch regional könnte man sich aufteilen (Fiat macht Südamerika, Opel Nordamerika, etc). Aber ich bin mir sicher, dass die Politiker mit "europäischer Lösung" nicht viel mehr meinen, als noch mehr Geld auszugeben und dafür zu sorgen, dass man am besten das Geld der Anderen für die Lösung der eigenen Probleme ausgibt ...
In den letzten Jahren sind schon wesentlich einfachere staatliche Rettungsaktionen danebengegangen. Ich wüsste keinen einzigen Grund, warum es diesmal besser klappen sollte ... So leid es mir für die Opelianer tut ...
* Holzmann: Rettung ohne Substanz
* Mobilcom: Vorübergehende Rettung
* Siemens/BenQ: Rettung ohne Perspektive
* Nokia: Abwanderung statt Rettung
* IKB und Hypo Real Estate: Rettung auf Probe
FTD: Wenn Politiker um Firmen kämpfen
Meine Empfehlung an die deutsche Politik:
a) Verstaatlichen, Lösung mit Fiat anstreben, ansonsten abwickeln.
oder
b) nix tun.
Was meint ihr?
Ecuador zahlt seine Zinsen nicht mehr ...
Wed, 11/19/2008 - 17:12Zahlungstermin war der 15.11. Eventuell wird noch gezahlt, aber das will die Regierung von Ecuador erst in den nächsten Tagen entscheiden.
Wer den Sozialisten in Ecuador vertraut, kann sich die Anleihe kaufen. Die gibt's zu weniger als 40% des Nennwerts. Bereits 2012 gäbe es Hundert zurück und zwischendrin noch einen Haufen Zinsen extra. Aber damit rechnen die meisten halt nicht mehr ...
Solche Hochrisikospekulationen können sich lohnen. Die Venezuela Bonds, die vor drei Wochen noch 75 kosteten, notieren inzwischen wieder bei über 90. 20% in drei Wochen sind für eine Anleihe nicht übel. Aber man hat halt auch immer ein Komplettausfallrisiko ...
FAZ: Anleihen stehen auf der Kippe
Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
Wed, 11/19/2008 - 15:19... aber jetzt ist sie gestorben!
Sagt zumindest Prof. Nouriel Roubini. Und bringt dann direkt 20 Gründe, warum die Lage so hoffnungslos ist. Wie Naked Capitalism anmerkt, sind zwar ein paar Doppler dabei und daher sind das eher ein Dutzend Gründe. Aber wir wollen mal nicht so pingelig sein, jetzt wo die Hoffnung gestorben ist und wir alle trauern ... Ist ja auch November ...
Naked Capitalism: Roubini's Latest "Why Things Are Hopeless" List Hits New Record, 20 Items!
Ich übersetze die 20 Gründe von Roubini mal ins Deutsche:
· Der US Verbraucher ist "shopped-out", weil er die letzten Jahr über seine Verhältnisse gelebt hat.
· Der US Verbraucher ist "spar-los" nachdem die bereits niedrige Sparquote vom Anfang des Jahrzehnts bis 2006 auf bzw. leicht unter Null gefallen ist. Die Sparrate muss wieder auf ein nachhaltigeres Niveau steigen.· Der US Verbraucher ächzt unter seiner Schuldenlast, die von 70% des verfügbaren Einkommens Anfang der 90er auf 100% in 2000 und 140% in 2008 gestiegen ist.
· Nicht nur die absoluten Schuldenhöhe ist gestiegen, auch die monatliche Belastung ist von 11% auf 15% der verfügbaren Einkommen gestiegen, u.a. weil die Zinsen gestiegen sind.
· Der Wert des Immobilienvermögens ist beim aktuellen Minus der Hauspreise von 30% um 6 Billionen Dollar gefallen. In 2010 wird der Preisverfall wohl an die 40% betragen. Der Vermögenseffekt durch diesen Rückgang wird 12 bis 14% der Haushaltsvermögen ausmachen und damit deutlich mehr als die Rückgänge in der Vergangenheit die nur 5 bis 7% im Durchschnitt betrugen.
· Mortgage equity withdrawal (MEW=Erhöhung der Hypothek für Konsumzwecke) ist von 700 Milliarden Dollar im Jahr 2005 auf weniger als 20 Milliarden Dollar im 2. Quartal 2008 eingebrochen. Bei weiter sinkenden Immobilienpreisen fällt dieser Faktor aus.
· Der Wert der Aktienanlagen der US-Haushalte hat sich nahezu halbiert. Auch das wird den Konsum bremsen.
· Die Kreditklemme wird schlimmer, wie die "Flow of Funds"-Daten und die Bankenumfrage der Fed bestätigen. Die Kreditklemme begann bei Krediten niedrigster Qualität und frisst sich immer höher. Zuerst waren Risiko-Hypothekenkrediten betroffem, dann auch Hypotheken besserer Qualität und schlussendlich auch Kreditkarten-Kredite, Autofinanzierungen und Studentenkredite. Kredite werden knapper UND teurer.
· Das Verbrauchervertrauen ist auf Werte wie in den Rezessionen 1973-75 oder 1980-1982 gefallen.
· Die Reallöhne und -einkommen der breiten Bevölkerung stagnierten in den letzten Jahren. Zuwächse gab es nur bei den Besserverdienenden. Jetzt wo das BIP und die Realeinkommen fallen, wird der reale Verbrauch scharf zurückgehen.
· Die Fed wird die Nullgrenze bei den Leitzinsen erreichen, weil sich die Wirtschaft einer Deflation nähert. Darauf deuten die Gütermärkte, die Arbeitsmärkte und die Rohstoffmärkte hin. Deflation bedeutet, dass die Preise sinken und Verbraucher die Ausgaben in die Zukunft verschieben, weil alles immer billiger wird, weil die Zinsen höher als die (negative) Preissteigerung sind (sich sparen also lohnt) und weil der reale Wert der Schulden steigt.
· Die Beschäftigung ist die letzten 10 Monate in Folge gefallen und die Geschwindigkeit, mit der die Arbeitsplätze wegfallen, steigt. Im aktuellen Zyklus sind erst rund 1 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, die Bedingungen am Arbeitsmarkt haben sich aber laut allen verfügbaren Frühindikatoren massiv verschlechtert. Massive Arbeitsplatzverluste und die Angst davor werden die aktuellen und zukünftigen Lohnzuwächse dämpfen und den Verbrauch weiter senken.
· Die Steuergutscheine im Gesamtwert von mehr als 100 Milliarden Dollar vom Anfang des Jahres haben nichts genützt. Nur 25% davon wurden ausgegeben, weil die Verbraucher Angst vor dem Arbeitsplatzverlust hatten und das Geld lieber zur Schuldentilgung von Hypotheken und Kreditkartenschulden benutzt haben. Eine weitere Steuergutschrift würde genauso verpuffen wie die erste.
· Die Rezession 1990/91 und 2001 hatten kein weltweites Ausmaß. Dieses Mal erwartet der IWF aber genau das.
· Die Inflation, die sich erst in den letzten Monate beruhigt hat, hat die verfügbaren Einkommen der Wenigverdiener überproportional gesenkt, da diese einen prozentual größeren Teil ihres Einkommens für Benzin, Energie und Lebensmittel ausgeben. Der Preisverfall der letzten Monate wird diese Haushalte zwar um etwa 150 Mrd. Dollar entlasten, aber die Einkommensverluste und der sinkende Konsum werden viel größer und damit entscheidender sein.
· Der handelsgewichtete Außenwert des US-Dollars hat sich seit 2002 verschlechtert und so die Handelsbilanz verschlechtert und die Kaufkraft der US-Verbraucher für Importe geschmälert.
· Der Konsum sorgt für 71% der gesamten Wirtschaftsleistung der USA. Ein deutlicher und nachhaltiger Rückgang des Konsums bis (mindestens) zum vierten Quartal 2009 legt eine stärkere Rezession nahe als normal. Ein Rückgang der Konsumausgaben gab es in der Rezession 2001 gar nicht und man muss bis zur Rezession 1990/91 zurückschauen, um ein negatives Quartal zu finden.
· Geldpolitische Maßnahmen (sprich Leitzinssenkungen) werden den Kauf von langfristigen Konsumgütern und Häusern nicht beleben, weil diese Güter in Massen verfügbar sind und daher die Zinsen keine Rollen mehr spielen, sondern nur die deflationär sinkenden Preise. Zinssenkungen sind dann so wirksam wie der Versuch einen "Faden zu schieben". In der letzten Rezession senkte die Fed die Leitzinsen von 6,5% auf 1% und die langfristigen Zinsen sanken um 2 Prozentpunkte. Trotzdem sanken die Investitionen um eine Summe, die 4% des BIPs entspricht, weil es vorher eine Flut von Investitionen gab, die abgebaut werden mussten (kurz: Niemand investierte mehr, weil im Aufschwung vorher viel zu viel investiert wurde). Aktuell gibt es viel zu viele Immobilien, langlebige Verbrauchsgüter und Autos. Es wird Jahre dauern, bis diese Schwemme abgebaut ist.
· Auch wenn die Leitzinsen fallen, steigen die wirklichen Zinsen wegen der erhöhten Risikoaufschläge defakto eher. Zusammen mit der eingeschränkten Verfügbarkeit dämpft das nachhaltig die Fähigkeit der Haushalte Kredit aufzunehmen und zu konsumieren.
· Um die Sparrate der Haushalte zurück auf das Niveau des letzten Jahrzehnts zu bringen (6% des BIPs), muss der Konsum um fast eine Billionen Dollar sinken. Wenn dieser Rückgang innerhalb von 12 Monaten stattfinden sollte, würde das BIP allein durch direkte Effekte um 7% sinken. Mit den üblichen Zweiteffekten (weniger Umsätze, weniger Mitarbeiter im Einzelhandel, die dann wiederum weniger Geld haben), kann das BIP leicht um 10% sinken. Dieser Rückgang des BIPs durch erhöhte Sparquoten hat Keynes als "Spar-Paradox" bezeichnet. Würde diese Anpassung über zwei Jahre ablaufen, gäbe es zwei Jahre mit jeweils 5% Minus (Anmerkung: In der schwersten Rezession in der Nachkriegsgeschichte 1957/58 sank das BIP nur um 3,7% vom Hoch). Man kann nur hoffen, dass diese Anpassung noch länger gestreckt wird. Bei einer Anpassung über 4 Jahre würde das BIP um 4 bis 5% sinken, würde damit aber immer noch die tiefste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg darstellen. In der Rezession 2001 gab es nur einen Gesamtrückgang um 0,4%, in der Rezession 1990/91 um 1,3%. Die jetzige Rezession könnte also gut dreimal so lang und dreimal so tief werden wie die letzten beiden Rezessionen und schlimmer als alle anderen Rezessionen seit dem 2. Weltkrieg.Fast alle Punkte müssten Stammlesern ziemlich bekannt sein, einige wurden sogar schon explizit zu Roubini verlinkt. Einige Punkte sind aber eher ähm Füller. Das Dollar-Argument z. B. ist bei 1,25 nicht mehr sooo stichhaltig.
Was meint ihr? Hat Roubini was vergessen? Oder hat er in einem Punkt sogar Unrecht?
(ich finde übrigens, dass das ein yiggenswerter Artikel ist. Wink mit dem Zaunpfahl und so.)
LBBW will an den Rettungstopf (aber nicht wirklich)
Wed, 11/19/2008 - 13:12Die LBBW füllt wie erwartet die zu dünne Eigenkapitaldecke (Tier 1: 7,3%)auf. Dabei wählt sie aber einen anderen Weg als die Konkurrenten.
Die LBBW will nämlich für die Kapitalerhöhung nur eine Bürgschaft beantragen. Das Geld (bis zu 6 Mrd. Euro) selber bringen die bisherigen Anteilseigner (Land Baden-Württemberg, Sparkassen u.a.) ein.
Der Grund für dieses interessante Vorgehen ist einfach: Es steht eine Neuordnung der Landesbanken an (eigentlich ist die schon lange überfällig) und die LBBW möchte als große Landesbank dabei eine aktive Rolle spielen. Und genau dafür wollen das Land und die Sparkassen die Zügel in der Hand behalten und sich nicht mit einem neuen Großaktionär namens Bund herumärgern müssen.
FTD: LBBW greift nach Staatsmilliarden
Buffet CDS teuer wie nie!
Tue, 11/18/2008 - 23:23Kreditausfallversicherungen auf Warren Buffets Berkshire Hathaway sind so teuer wie nie. Die Kosten betragen 415 Basispunkte, was verdammt viel ist für eine Firma, die offiziell mit AAA das allerbeste Rating hat (z.B. besser als Italien). Vor 2 Monaten lag der Aufschlag noch bei 140 Basispunkten.
Der Grund für diesen Sprung im (gefühlten) Risiko bei Berkshire Hathaway ist unklar.
Es kann sein, dass der Markt für CDS einfach nur so dünn ist, dass die 415 Basispunkte nur ein total irrelevanter Ausreißer sind.
Es gibt allerdings auch Hinweise auf Swapgeschäfte. Da diese aber eine Laufzeit bis mindestens 2019 haben, besteht kurzfristig also überhaupt keine Gefahr. Außerdem entsteht das maximale Risiko von 37 Mrd. Dollar nur dann, wenn alle 4 Indizes auf die Geschäfte abgeschlossen wurden am Ende der Laufzeit auf NULL stehen. Und selbst dann hätte Berkshire Hathaway noch genügend Cash.
Die CDS Preise erscheinen extrem abstrus. Aber wahrscheinlich sind die Händler einfach nur verwirrt, dass Buffet, der die Derivate immer als Massenvernichtungswaffen beschrieben hat, selber in diesen Geschäften engagiert ist. In Zeiten wie diesen reicht das wohl für maximale Verwirrung aus.
FT Alphaville: Derivatives and the wisdom of the Sage
USA: Industrieproduktion 10/08 +1,3%
Tue, 11/18/2008 - 12:59Deutliche Erholung im produzierenden Gewerbe in den USA. Das Plus von 1,3% war viel stärker als erwartet (+0,5%).
Leider muss die positive Überschrift relativiert werden, denn der September wurde von minus 2,7 auf minus 3,8% korrigiert. Damit war die Erholung im Oktober nur so stark, weil der September so weit nach unten korrigiert wurde.
Damit ist aber mit der Relativiererei noch nicht Schluss. Denn der September war durch den Tropensturm Ike und den Streik bei Boeing nach unten verfälscht, die Erholung im Oktober also nur eine Gegenbewegung. Die Statistiker haben sich daher die Mühe gemacht und beide Effekte herausgerechnet und kommen dann sowohl für September als auch Oktober auf ein Minus von jeweils 0,7%.
Marketwatch: Industrial output comes back part way from storms
Zahl des Tages (18.11.08)
Tue, 11/18/2008 - 07:34Die Bilanz der US-Notenbank Fed ist allein in der vorletzten Woche um
139.000.000.000 (139 Milliarden) Dollar
länger geworden. Die Bilanzsumme am 12.11. 08 betrug 2,214 Billionen Dollar. Ich bin wirklich gespannt, wie die Banken das ganze Geld jemals zurückzahlen wollen ...
FT Alphaville: The parabolic Fed: divorcing monetary policy from money
siehe auch Die US-Notenbank Fed - der größte Hedgefonds aller Zeiten
USA: Weitere 21 Banken bekommen 33,6 Mrd. Dollar
Mon, 11/17/2008 - 23:47 Der Größe des Geldzuschusses nach sortiert:
U.S. Bancorp, Minneapolis, MN: 6,60 Mrd. Dollar Capitol One Financial Corp, McLean, VA: 3,56 Mrd. Dollar
SunTrust Banks Inc, Atlanta, GA.: 3,5 Mrd. Dollar Regions Financial Corp, Birmingham, AL: 3,50 Mrd. DollarBB&T Corp, Winston-Salem, NC: 3,13 Mrd. Dollar
KeyCorp, Cleveland, OH: 2,50 Mrd. Dollar
Comerica Inc, Dallas, TX: 2,25 Mrd. Dollar
Marshall & Ilsley Corp, Milwaukee, WI: 1,72 Mrd. Dollar
Northern Trust Corp, Chicago, IL: 1,58 Mrd. Dollar
Zions Bancorporation, Salt Lake City, UT: 1,40 Mrd. Dollar Huntington Bancshares, Columbus, OH: 1,40 Mrd. Dollar
First Horizon National Corp, Memphis, TN: 866,5 Millionen
TCF Financial Corp, Wayzata, MN: 361,2 MillionenValley National Bancorp, Wayne, NJ: 300 Millionen UCBN Holdings Inc, San Francisco, CA.: 298,7 Millionen Umpqua Holdings Corp, Portland, OR: 214,2 Millionen Washington Federal Inc, Seattle, WA: 200 Millionen Provident Bancshares Corp, Baltimore, MD: 151,5 Millionen Bank of Commerce Holdings, Redding CA: 17 Millionen 1st FS Corp, Hendersonville, NC: 16,4 Millionen Broadway Financial Corp, Los Angeles, CA: 9 Millionen
Das waren alles Kapitalerhöhungen gegen Vorzugsaktien. Insgesamt sind jetzt 258 Mrd. Dollar aus dem Rettungstopf aufgebraucht.
Marketwatch: Treasury gives $33.6 billion to 21 banks
Von Zeit zu Zeit ...
Mon, 11/17/2008 - 22:33... muss ich ein cooles Video zu Apple bringen. Alternativ kann es natürlich auch eine Microsoft Vera****e sein ;-) Am besten ist eigentlich, wenn sich MS selber vera****t, ohne es zu merken (Suche nach MS).
The Matrix runs on Windows:
Unfreeze. Unfreeze! UNFREEZE! Try Ctrl-Alt-Delete. Herrlich.
gefunden über: Basic Thinking: Matrix for Windows
Burger für 99 Cent gut?
Mon, 11/17/2008 - 17:33Also den FAZ Gastrokritiker auf einen Hamburger von McDonalds loszulassen ist ungefähr so sinnvoll wie Marcel Reich-Ranicki zum Fernsehprogramm zu befragen.
Ich musste aber zugegebenermaßen lachen, als der Mann seinen Hamburger mit Messer und Gabel zu essen begann ...
FAZ: Pampiges Brot und sonst gar nichts
Wieso macht man das? Es macht doch keinen Sinn. Das ist doch wie Frauen im Fußballstadion ;-)
Das ist ein Zusammenprallen mit einer anderen, gänzlich fremden Welt. Im besten Fall ist es unterhaltsam, aber eine sinnvolle Diskussion entsteht dabei nicht.
Wer die ganze Geschichte nicht verfolgt hat: Ein Spitzenkoch (Molekularkoch Ferran Adrian) hat behauptet, dass auch die 10 besten Köche der Welt für 99 Cent nichts besseres kochen könnten als McDoof für 99 Cent als Hamburger verkauft. Ich finde, er hat damit völlig recht. Die Spitzenköche wissen zwar, wo man das beste Fleisch der Welt bekommt, aber nicht wo man Fleisch bekommt, das man in einer Hamburger-Bulette verbraten kann ohne die Budgetgrenze von 99 Cent zu reissen. Und wenn ich es streng rechne: Beim Stundenlohn eines 3-Sterne-Kochs dürfte bereits nach dem Aufschneiden des Brötchens das Budget aufgebraucht sein ...
FAZ: Der Starkoch Ferran Adrià schwärmt für die Hamburger von McDonald's
FAZ: Spitzenkoch Alexander Herrmann zum Burger-Streit
Citigroup entlässt 50.000 Mitarbeiter
Mon, 11/17/2008 - 15:40Wieso rettet die eigentlich niemand? Warum redet alles nur über GM?
Marketwatch: Citigroup plans to cut about 50,000 jobs
Tagesschau:Citigroup streicht weitere 50.000 Stellen
Hoffnung für Kaupthing Geschädigte?
Mon, 11/17/2008 - 15:10Die Financial Times meldet eine Einigung über die Guthaben auf den Icesave Konten, die als Bedingung für den IWF Kredit an Island galt.
Icesave war der Markenname für das Geldmarktkonto der Landsbanki, einer isländischen Bank, die genau wie Kaupthing verstaatlicht wurde. Es ist völlig unklar, ob diese Einigung auch für die Kaupthing Kunden gilt. Es wäre aber eigentlich logisch. Die Bundesregierung äußert sich nicht dazu.
Vielleicht zieht sie es vor zu schweigen, weil man selber bisher wenig Aktivität entwickelt hat (Wo steckt eigentlich Glos). Großbritannien hat den Zugriff auf isländische Vermögen eingefroren (Basis dafür waren Antiterrorgesetze, die Isländer zeigten sich not amused als Bin Ladendottirs angesehen zu werden), die schwedische Notenbank hat der schwedischen Tochter von Kaupthing über 600 Millionen Euro geliehen, damit diese die Kunden auszahlen konnte und auch die Niederlande haben die Einigung des internationalen Währungsfonds blockiert, solange sich die isländische Regierung weigerte, die 20.887 Euro pro Konto zu garantieren.
Für Summen oberhalb dieser 20.887 Euro sieht es aber wohl weiterhin schlecht aus.
FT.com: Iceland agrees deal on foreign bank deposits
Eine etwas ältere Meldung des Spiegels geht in die gleiche Richtung:
Spiegel: Deutsche Kaupthing-Kunden hoffen wieder
Ansonsten möchte ich die Gelegenheit nutzen, um auf ein Forum von KaupthingEdge Geschädigten hinzuweisen, in dem das Thema wohl besser betreut werden kann als hier:
http://kaupthing-edge.helft-uns.de/
Update (18.11.08):
Möglicherweise gibt es sogar noch mehr Geld, also auch über die knapp 21.000 Euro hinaus:
Spiegel: Deutsche Kaupthing-Kunden dürfen auf Geld hoffen
"Es gibt Hinweise" ...
Zahl des Tages (17.11.08)
Mon, 11/17/2008 - 14:52Mal schauen, ob ich daraus eine regelmäßige tägliche Serie machen kann ... Eine unregelmäßige wird's auf jeden Fall.
Die bisherigen Vermögensverluste für den US-Verbraucher durch den Verfall der Preise für Immobilien, Aktien bis hin zu Bankeinlagen summieren sich auf
20.000.000.000.000 Dollar
(20 Billionen Dollar)
Quelle: The Big Picture: The Economy Gets a Margin Call
KfW mit 1,8 Mrd. Euro Verlust im 3. Quartal 08
Mon, 11/17/2008 - 12:46Ich fordere die komplette Verstaatlichung aller Banken, damit die endlich so gut wirtschaften wie die KfW ;-)
FAZ: KfW macht fast 1,8 Milliarden Verlust
Damit das nicht zu einseitig wird: Die HypoRealEstate hat auch satte 3,1 Mrd. Euro Minus eingefahren ... (HRE mit 3,1 Mrd. Euro Minus).
Und braucht weitere staatliche Hilfen. Die bisher gewährte Liquiditätshilfe in Höhe von 50 Mrd. Euro reicht nicht aus. Hatte da nicht einmal ein einsamer Blogger :-) ausgerechnet, dass der Refinanzierungsbedarf der HRE für Q4/08 bis Q2/09 satte 138 Mrd. Euro beträgt (Weissgarnix.de: HRX - Da kömmt noch (viel) mehr!).
Wie? Was? Panik! Die 50 Mrd. reichen nicht aus? Sondern nur für wenige Monate?
Nur die Ruhe, ihr könnt das alles in der Bilanz nachlesen. Es ist für jeden ersichtlich. Aber wohl nicht für die, die den Überblick haben sollten.
Verstaatlicht den Laden und wickelt den ab. Mit 150 Mrd. Liquiditätsgarantie macht man sich am Ende nur lächerlich.
FAZ: Aufsichtsräte danken ab - weitere Hilfen nötig
Alles nur geklaut
Sat, 11/15/2008 - 15:12Der legendäre Monty Python Gag mit dem toten Papageien ist schon 1600 Jahre alt.
OK, damals ging es um einen Sklaven ...
In der Diskussion bei Slashdot geht es dann darum, ob die beiden Witze wirklich was miteinander zu tun haben. Ist mir aber auch egal, ich wollte eigentlich nur mal einen Monty Python Witz verlinken ...
Slashdot: Dead Parrot Sketch Is 1,600 Years Old
Schnappte Porsche die VW-Beteiligung Daimler vor der Nase weg?
Fri, 11/14/2008 - 17:34Spannende Geschichte in der FAZ: Wirtschaft als Krimi.
BaFin und Staatsanwaltschaft wurden von einem Ex-VW-Mitarbeiter detaillierte Unterlagen zur Verfügung gestellt, die auch der FAZ zur Verfügung stehen. Danach hat sich folgendes ereignet:
2005 planten VW und Daimler-Chrysler eine gegenseitige Beteiligung (Daimler soll bereits 4,8% an VW gekauft haben). VW sollte außerhalb Europas mit Chrysler kooperieren (gleiche Basisplattform, etc.). Außerdem sollte das Kleinlastergeschäft von Volkswagen mit dem LKW-Bereich von Daimler zusammengelegt werden. Dann aber trat Daimler-Chef Schrempp zurück. Genau in dieses Führungsvakuum ist Porsche gestoßen und hat im September 2005 den Aufbau einer 20%igen Beteiligung an VW angekündigt (Die Kooperation von Daimler und VW sollte am 1.10. bekanntgegeben werden). Porsche betonte zwar immer, dass es nicht um mehr als 20% gehe, kaufte sich aber schnell an die 30%-Marke heran. Porsche wollte damit die Kooperation mit VW absichern. Bekanntlich entwickelten und bauen beide den Tuareg/Cayenne gemeinsam.
Als wäre das nicht schon spannend genug, soll Porsche beim "Wegschnappen" auf Insiderinformationen zurückgegriffen haben. Dabei fällt der Name Ferdinand Piech. Und um das noch spannender zu machen: Der Tuareg von VW hat einen negativen Gewinnbeitrag, während Porsche pro Auto 20.000 bis 25.000 Euro verdienen soll. Sehr seltsame Verteilung von Kosten und Erlösen ...
Mein Artikel nur als Appetithäppchen. Die ganze Geschichte gibt es hier:
FAZ: VW intern
US-Einzelhandelsumsätze: Schlechter als alles seit 1980
Fri, 11/14/2008 - 15:33Schlechter heißt in diesem Fall: Minus 2,8% gegenüber dem Vormonat. Auch der September wurde nach um 0,1% unten korrigiert und liegt jetzt bei minus 1,3%.
Man muss die Zahlen etwas relativieren, denn etwa die Hälfte des Minus geht auf die sinkenden Ölpreise zurück. Diese Ölpreise haben aber auch im ersten Halbjahr die Einzelhandelsumsätze besser aussehen lassen als sie in der Realität waren. Die Leute haben damals nicht mehr ausgegeben, weil sie wollten, sondern weil sie den Sprit brauchen, egal was der kostet.
Es lässt sich nicht mehr wegdiskutieren: Die USA stehen vor dem schwächsten Weihnachtsgeschäft seit langem.
WSJ: Retail Sales Decline 2.8% Amid Broad Weakness
Update (19:02)
Wer's mag, auf Deutsch:
Spiegel: US-Handel bricht im Oktober ein

